| Istanbul | Artikelansicht | ||||
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| 4. | Geschichte |
Griechen gründeten 660 v. Chr. auf der europäischen Seite des Bosporus die Kolonie Byzantion (Byzanz), die durch den Handel zu Wohlstand kam. Im 5. bzw. 4. Jahrhundert v. Chr. war Byzanz Mitglied des 1. bzw. 2. Attischen Seebundes. 196 n. Chr. wurde es von den Römern unter Septimius Severus zerstört, aber wieder aufgebaut. Wegen ihrer strategisch günstigen Lage und der gestiegenen Bedeutung des östlichen Teils des Römischen Reiches machte Kaiser Konstantin der Große die Stadt 330 unter dem Namen Konstantinopel zu seiner neuen Hauptstadt; später war Konstantinopel die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches. Unter der Herrschaft von Kaiser Justinian I. (527-565) erlebte Konstantinopel eine Blütezeit, während der auch die Hagia Sophia gebaut wurde.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadt mehrfach erfolglos belagert, u. a. von Persern, Awaren, Arabern und Bulgaren. Während des 4. Kreuzzugs (1202-1204) wurde Konstantinopel von den Kreuzfahrern erobert, 1261 jedoch wieder dem Byzantinischen Reich eingegliedert. Die Osmanen belagerten die Stadt mehrfach und eroberten sie schließlich 1453. Konstantinopel wurde zur Hauptstadt des Osmanischen Reiches und behielt diese Funktion bis 1923, als das Osmanische Reich von der Republik Türkei abgelöst und Ankara zur Hauptstadt erklärt wurde. 1930 erfolgte die Umbenennung in Istanbul.
In ihrer Geschichte erlitt die Stadt wiederholt durch Erdbeben schwere Schäden. So starben 1509 bei einem schweren Beben mehr als 10 000 Menschen, 100 Moscheen wurden zerstört. Auch 1766, 1894, 1999 und 2001 war die Stadt von Erdbeben betroffen.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 11,17 Millionen (2007).