Nikolaj Gogol
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Nikolaj Gogol
2. Der Revisor (1836)

1836 erschien Gogols Drama Revizor (Der Revisor), welches eine Anekdote aus dem Leben Puschkins zu einer Verwechslungskomödie ausbaut, um menschliche Habgier und Dummheit bloßzustellen. Dabei werden gängige dramendynamische Klischees (Liebesverwicklung, Intrige etc.) nur mehr zitiert, um einen gänzlich neuen theatralischen Effekt zu erzielen. Bühnenwirksam setzt Der Revisor das Verhalten von Beamten einer Kleinstadt in Szene, die aus Angst vor einer möglichen Aufdeckung regionaler Missstände auf die Ankunft eines vermeintlichen Revisors mit grotesken Maßnahmen reagieren. Der angebliche Prüfer (tatsächlich ist er ein kleiner Beamter aus Sankt Petersburg) nimmt sich der Rolle wie der damit verbundenen Geschenke an – und macht sich mit der Tochter des Stadthauptmanns davon.

Der Revisor wurde 1952 unter der Regie von Wladimir Petrow erfolgreich verfilmt; 1932 kam eine deutsche Fassung von Gustaf Gründgens (Eine Stadt steht Kopf), 1996 eine weitere Version in die Kinos; 1949 kam ein Musical mit Danny Kaye nach dem Stoff unter dem Titel The Inspector General heraus. Eine spektakuläre Inszenierung und Neuinterpretation des Revisor gelang Wsewolod Emiljewitsch Mejerchold. Werner Egk vertonte 1957 den Revisor als Oper.