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| 2. | Frühgeschichte |
Obwohl die Bewohner dieses Gebiets einer homogenen Zivilisation angehörten, bildete es selten eine politische Einheit. Geographisch stark zerrissen durch tiefe Flusstäler und Bergzüge, zerfiel es in zahlreiche Stadtstaaten, die einander abwechselnd beherrschten. Die bedeutendsten waren Byblos (Djebeil), Arados (Arwad), Sidon (Saida), Tripolis (Tripoli), Tyros (Sur) und Berytos (Beirut). Zunächst stand Byblos im Vordergrund, wurde aber später durch Tyros und Sidon verdrängt.
Die Bewohner Phöniziens, die bei Homer Phönizier genannt werden, werden im Alten Testament häufig nach den einzelnen Stadtstaaten als Sidonier und Tyrer oder aber als Kanaaniter bezeichnet und sprachen Semitisch. Ihre ersten Siedlungen gründeten sie um 2500 v. Chr. an der Mittelmeerküste. Sie standen zunächst stark unter dem Einfluss der sumerischen und akkadischen Kulturen des nahe gelegenen Babylonien. Um 1800 v. Chr. geriet das Gebiet bis etwa 1400 v. Chr. unter ägyptischen Einfluss. Durch den Machtverfall des Hethiterreiches erlangten die einzelnen Stadtstaaten um 1100 v. Chr. ihre Eigenständigkeit, die sie jedoch in der Folge immer wieder gegen die benachbarten Großreiche neu verteidigen mussten.