Fabriksystem
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Fabriksystem
3. Entwicklung des Fabriksystems

Das Fabriksystem, das schließlich die Heimarbeit ersetzte und zur kennzeichnenden Produktionsmethode in der modernen Volkswirtschaft wurde, begann sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu entwickeln. Damals veränderten eine Reihe von Erfindungen die englische Textilindustrie und markierten den Beginn der industriellen Revolution. Zu den wichtigsten Erfindungen gehörte das Flying Shuttle, das sich (1733) John Kay patentieren ließ, die Jenny-Spinnmaschine (Spinning Jenny, 1764) von James Hargreaves, der Wasserrahmen für das Spinnen (1769) von Sir Richard Arkwright, die Mule-Maschine (1779) von Samuel Crompton und der elektrische Webstuhl (1785) von Edmund Cartwright. Diese Erfindungen ermöglichten es, viele der handwerklichen Arbeiten, die beim Spinnen und Weben anfielen, zu mechanisieren. Dadurch konnten Textilien wesentlich schneller und billiger hergestellt werden. Viele der neuen Maschinen waren jedoch zu groß und zu teuer, um sie in Heimarbeit einzusetzen, so dass die Produktion in Fabriken verlegt wurde.

Einer der wichtigsten technischen Neuerungen zu Beginn der industriellen Revolution war die Dampfmaschine. Als die Textilfabriken anfingen sich zu mechanisieren, konnten Maschinen nur mit Wasserkraft angetrieben werden. Nach 1785, als erstmals eine Dampfmaschine in einer Baumwollfabrik installiert wurde, ersetzte die Dampfkraft nach und nach die Wasserkraft als Energiequelle für neue Maschinen. Die Hersteller konnten die Fabriken näher am Arbeitskräftemarkt und den Warenmärkten bauen. Die Entwicklung der Dampflokomotive und des Dampfschiffes zu Beginn des 19. Jahrhunderts ermöglichte es, Fabrikwaren schneller und wirtschaftlicher zu entfernten Märkten zu transportieren, was wiederum die Industrialisierung vorantrieb.