Tennis
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Tennis
4. Regeln (Auswahl)

Das Spiel beginnt, indem ein Spieler den Ball entsprechend den Regeln über das Netz in das gegnerische Aufschlagfeld schlägt. Der Aufschläger steht beim Aufschlag hinter der Grundlinie seitlich von der Mitte und serviert nach jedem Punkt abwechselnd von links oder rechts in das jeweils diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld. Die Füße des Spielers müssen sich beim Aufschlag außerhalb des Feldes befinden. Der Ball wird in die Luft geworfen und muss geschlagen werden, bevor er den Boden berührt. Der Aufschläger hat zwei Versuche. Geht ein Ball ins Netz, oder trifft er nicht im Aufschlagfeld des Gegners auf, so gilt dies als Fehler. Nach zwei fehlerhaften Aufschlägen erhält der Gegner den Punkt. Fußfehler werden gegeben, wenn der Spieler vor Abschluss des Aufschlages das Feld betritt. Ein Netzball (der Ball streift beim Überfliegen das Netz und landet innerhalb des gegnerischen Aufschlagfeldes) führt zu einer Aufschlagwiederholung. Ein gültiger Aufschlag, den der Gegner nicht erreicht oder berührt, wird As genannt.

Nachdem der Ball, den Regeln entsprechend, ins Spiel gebracht wurde, kann er in jeden Teil des Feldes gespielt werden, bis eine der Seiten den Ball nicht zurückspielen kann, er also zweimal im Feld aufkommt, ins Netz oder ins Aus geht. Bei jedem Fehler erhält der Gegner einen Punkt. Nach dem ersten Punkt wird der Aufschlag von links in das linke Aufschlagfeld des Gegners geschlagen, anschließend wird bis zum Ende des Spieles abwechselnd von beiden Seiten aufgeschlagen. Beim nächsten Spiel erhält der Rückschläger den Aufschlag. Bis zum Ende des Satzes wird nach jedem Spiel der Aufschlag gewechselt. Beim Doppel hat ebenfalls abwechselnd jeweils ein Spieler während des ganzen Spieles den Aufschlag.

Beim Tennis werden im Allgemeinen, wenn nicht durch einen Tie-Break verlängert wurde, vier Punkte gezählt: 15, 30, 40 und Spiel. Ein Spielstand, bei dem beide Seiten 40 (also drei Punkte) haben, heißt Einstand (Deuce). In diesem Fall wird so lange gespielt, bis eine Seite zwei Punkte Vorsprung hat. Hat ein Spieler einen Punkt Vorsprung, kann er also mit dem nächsten Punkt gewinnen, so zählt dies als Vorteil (Advantage).

Ein Satz wird mit sechs Spielen gewonnen, doch so wie ein Spiel mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen werden muss, darf der Gegner höchstens vier Spiele gewonnen haben. Der Abstand muss also zwei Spiele betragen, und es wird so lange gespielt, bis dieser erreicht ist. Hat eine Seite sechs und die andere fünf Spiele gewonnen, so wird weitergespielt, bis eine Seite mindestens zwei gewonnene Spiele mehr hat. Um sehr lange Spiele auszuschließen, beginnt man beim Spielstand von 6:6 Spielen mit dem Tie-Break (außer im Entscheidungssatz). Hierbei hat jeder Spieler zwei aufeinander folgende Aufschläge, einen von rechts und einen von links; derjenige Spieler, der den Tie-Break eröffnet, hat zu Beginn nur einen Aufschlag. Nach sechs Punkten erfolgt ein Seitenwechsel. Die Punkte werden wie gewohnt gezählt. Sieger ist, wer als Erster mit zwei Punkten Vorsprung sieben Punkte hat. Bei großen Turnieren wird bei den Männern auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Frauen auf zwei. Ein Spiel wird durch das Schiedsgericht überwacht: einem Schiedsrichter, der den Spielstand ansagt und der alle Entscheidungen trifft, einen Netzrichter, zwei Fußfehlerrichter und zehn Linienrichter.