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Kuala Lumpur

Kuala Lumpur, Hauptstadt Malaysias, im Süden der Malaccahalbinsel an den Flüssen Kelang und Gombak gelegen.

Kuala Lumpur ist Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes. Wichtigste Industriezweige sind der Maschinenbau und die Lebensmittelproduktion. Auch die Verarbeitung der in der Umgebung gewonnenen Rohstoffe Zinn und Kautschuk spielen eine bedeutende Rolle. Rund zwei Drittel der Einwohner sind Chinesen.

Sehenswert sind das moderne Parlamentsgebäude, das Nationalmuseum am Eingang zu den Seegärten sowie das große Merdeka Stadium (Freiheitsstadion). In der nahe gelegenen Batuhöhle befindet sich ein berühmter Hindutempel. Die 1997 fertig gestellten Petronas Towers waren mit 452 Metern bis zur Einweihung des 508 Meter hohen Bauwerks Taipeh 101 im Dezember 2004 das höchste Gebäude der Welt. Kuala Lumpur ist Sitz der Universität von Malaya (1962) und der Technischen Universität von Malaysia (1925).

Kuala Lumpur wurde 1857 von chinesischen Zinnminenarbeitern gegründet. Die Stadt wuchs unter britischer Herrschaft (1873-1957) zu einem Zentrum der Zinn- und Kautschukgewinnung heran und wurde 1895 Hauptstadt der föderierten malaiischen Staaten unter britischem Protektorat. Im 2. Weltkrieg war die Stadt von Japan besetzt. Ab 1946 wurde sie Hauptstadt der Malaiischen Union und behielt diesen Status auch nach der Gründung Malaysias 1963.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 1,35 Millionen (2003).