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Skalpieren, Abziehen der Kopfhaut eines noch lebenden oder toten Feindes. Es wurde angenommen, dass von der abgetrennten Kopfhaut (Skalp) die Kräfte des Besiegten auf den Sieger übergehen. In Europa wurde das Skalpieren von den Westgoten und den Franken, in Asien von den Skythen praktiziert. Im vorkolonialen Amerika (siehe Indianer) war Skalpieren lediglich in einem kleinen Gebiet im Osten der Vereinigten Staaten sowie in der Region am unteren Sankt-Lorenz-Strom in Kanada bekannt. Als die Franzosen jedoch während des Siebenjährigen Krieges eine Belohnung auf britische Skalps aussetzten und die Briten ihrerseits eine Belohnung auf französische und indianische Skalps aussetzten, wurde dieses Ritual von zahlreichen anderen Gruppen übernommen.