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Caracalla

Caracalla, eigentlich Lucius Septimius Bassianus, (188-217), römischer Kaiser (211-217).

Sein Spitzname Caracalla leitet sich von der gallischen Bezeichnung für ein langes Übergewand ab, das er in Rom einführte. Caracalla wurde in Lugdunum (Lyon) in Gallien geboren. 196 wurde er zum Caesar erhoben und nahm den Namen Marcus Aurelius Antoninus an; zwei Jahre später wurde er zum Augustus ernannt. Als sein Vater Kaiser Lucius Septimius Severus 211 starb, übernahm er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Publius Septimius Geta die Herrschaft. Wenig später ließ er Geta und zahlreiche vermeintliche Gegner, u. a. auch seine Gattin, ermorden und war ab 212 Alleinherrscher im Reich. Seine absolutistische Herrschaft war geprägt von Grausamkeit, Extravaganz und Verrat und stützte sich in erster Linie auf das Heer. Er unternahm einige erfolgreiche Feldzüge gegen die Alemannen und die Karpen und sicherte die Grenze an der Donau. Da er sich in der Nachfolge Alexanders des Großen sah und dessen Weltreichspläne zu verwirklichen suchte, begann er 216 einen Krieg gegen das Partherreich. Während dieses Krieges wurde er 217 bei Edessa auf Betreiben seines Gardepräfekten Macrinus ermordet. In Rom ließ Caracalla u. a. ab 212 die Caracalla-Thermen, die für etwa 1 500 Besucher ausgelegt waren, und den Septimius-Severus-Bogen errichten; und mit der Constitutio Antoniniana gestand er 212 allen freien Bewohnern des Reiches das römische Bürgerrecht zu.