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| 1. | Einleitung |
Kamele, Gattung der Paarhufer mit zwei Arten, dem Zweihöckrigen Kamel (auch Kamel oder Trampeltier) und dem Dromedar (auch Einhöckriges Kamel).
Kamele sind große Wiederkäuer, die als domestizierte Tiere in Wüstenregionen Asiens, Nordafrikas und Australiens verbreitet sind. Die Wildform des Zweihöckrigen Kamels ist heute auf kleine, zersplitterte Populationen in zentralasiatischen Wüstengebieten begrenzt; die Wildform des Dromedars ist unbekannt. Beide Arten können lange Trockenperioden und große Hitze ohne zwischenzeitliche Wasseraufnahme überstehen; dies erreichen sie u. a., indem sie die Verdunstung von Wasserdampf über die Nasenschleimhaut minimieren. Andererseits können sie in wenigen Minuten mehr als 100 Liter Wasser aufnehmen; von der Wildform des Zweihöckrigen Kamels ist bekannt, dass diese Tiere auch Salzwasser trinken. Die Höcker der Kamele (einer beim Dromedar und zwei beim Trampeltier) bestehen aus Fettgewebe, das als Energiespeicher dient. Früher nahm man irrtümlich an, Kamele könnten damit durch oxidativen Fettabbau Wasser gewinnen.
Beide Arten wurden bereits vor mehr als 4 000 Jahren domestiziert: das Dromedar in Arabien, das Kamel in Mittelasien. 2005 wurden in Zentralsyrien die fossilen Überreste einer rund 100 000 Jahre alten, etwa drei Meter hohen Kamelart entdeckt.