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| 2. | Dromedar |
Das Dromedar (griechisch dromas: schnell laufend) hat eine Schulterhöhe von etwa zwei Metern, eine Kopfrumpflänge von circa drei Metern und wiegt rund eine halbe Tonne; der Höcker ragt etwa 30 Zentimeter über den Rücken hinaus, der Schwanz ist einen halben Meter lang. Das Dromedar ist in seiner Haustierform von den heißen Wüstengebieten im Nordwesten Indiens und den afghanischen Tiefebenen über die Arabische Halbinsel und Somalia bis hin zu den Wüstengebieten Westafrikas verbreitet. Von 1840 bis 1907 wurden Tausende Dromedare nach Australien gebracht und als Reit-, Last- und Zugtiere verwendet; in den zwanziger Jahren gab es dort etwa 20 000 Dromedare. Um 1930 wurden viele Dromedare wegen der Entwicklung des Schienen- und Straßenverkehrs nicht mehr gebraucht und freigelassen. Die ausgesetzten Tiere vermehrten sich stark und verbreiteten sich über große Teile West- und Zentralaustraliens. Schätzungen gingen zu Beginn des 21. Jahrhunderts von mehr als einer halben Million bis zu fast einer Million australischer Dromedare aus.
Das Dromedar hat sich an die extremen Klimabedingungen seines Lebensraumes gut angepasst. Dicke, breite Schwielensohlen und dicke Hornschwielen an den Beingelenken und am Brustkorb, auf die es sich beim Knien niederlässt, schützen es vor der Hitze des Wüstensandes. Atemwege und Augen sind durch Schließen der Nasenöffnungen und lange Augenwimpern gegen aufgewirbelten Wüstensand geschützt. Auch beim Dromedar werden zwei Höcker angelegt, aber nur der hintere wird voll ausgebildet. Dromedare ernähren sich von Blättern, Kräutern und Gras. Sie können ein Alter von etwa 40 Jahren erreichen. Die Weibchen bekommen nach einer Tragzeit von 12 bis 13 Monaten in der Regel ein Junges.