Kamele
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Kamele
3. Zweihöckriges Kamel

Das Zweihöckrige Kamel oder Trampeltier (eine Eindeutschung des Wortes Dromedar) ist gedrungener und kurzbeiniger als das Dromedar, erreicht jedoch etwa dieselben Maße und Gewichte; sein Fell ist länger und feiner. Die Höcker domestizierter Kamele sind häufig größer als die frei lebender und kippen deshalb oft zur Seite. Hinsichtlich Nahrung, Lebenserwartung und Fortpflanzung gleicht das Zweihöckrige Kamel dem Dromedar.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Trampeltiers waren trockene Steppen und Halbwüsten Zentralasiens. Heute kommt es nur noch im Südwesten der Mongolei (in der Wüste Gobi) und im Nordwesten Chinas vor. Der Bestand frei lebender Zweihöckriger Kamele war zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf unter 1 000 gesunken; die Verfolgung der Wildkamele wird dennoch fortgesetzt. Das Kamel ist an die wechselnden klimatischen Verhältnisse seines felsigeren Lebensraumes angepasst, wo die Temperaturen im Sommer auf bis zu 60 °C steigen und im Winter auf arktische Kältegrade fallen.

Das Kamel wird seit alters her als Lasttier eingesetzt, da es Lasten bis zu 450 Kilogramm tragen und pro Tag eine Strecke von etwa 50 Kilometern zurückzulegen kann. Die Wolle des Kamels dient zur Herstellung von Tauwerk, feinen Pinseln und leichten, warmen Stoffen, außerdem dienen Milch und Fleisch der Kamele als Nahrungsmittel. Kreuzungen zwischen Kamel und Dromedar sowie zwischen Kamel und Lama sind möglich; die Hybriden sind unfruchtbar.