| Horaz | Artikelansicht | ||||
| Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken. | |||||
| 1. | Einleitung |
Horaz, eigentlich Quintus Horatius Flaccus, (65-8 v. Chr.), römischer Dichter. Mit seinen Werken avancierte er zum Klassiker des Goldenen Zeitalters der römischen Literatur. Unter anderem Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried von Herder und August von Platen schufen Nachdichtungen in deutscher Sprache.
Horaz wurde im Dezember 65 v. Chr. als Sohn eines freigelassenen Sklaven im italienischen Venusia (dem heutigen Venosa) geboren. Seine Ausbildung erhielt er in Rom und danach in Athen, wo er sich an der dortigen Akademie mit griechischer Philosophie und Dichtung befasste. Bald nach der Ermordung Julius Caesars im Jahr 44 v. Chr. nahm Marcus Iunius Brutus Horaz in das Heer der Republik auf. Dort wurde er Militärtribun und kämpfte 42 v. Chr. bei Philippi, wo die republikanische Armee den Truppen von Marcus Antonius und Octavian (dem späteren Kaiser Augustus) unterlag. Unter den Bedingungen einer Generalamnestie kehrte Horaz nach Rom zurück, wo er als Schreiber der Regierung tätig war und zu dichten anfing.
Vergil, der damalige Poeta laureatus Roms, war von den Versen des Horaz derart angetan, dass er den Dichter um 38 v. Chr. dem Staatsmann und Kunstmäzen Gaius Maecenas vorstellte. Dieser führte Horaz in die literarischen und politischen Kreise der Hauptstadt ein. Fortan konnte sich Horaz von seiner dichterischen Produktion ernähren. Um 33 v. Chr. überließ Maecenas Horaz ein Gut in den Sabinischen Bergen. Dorthin zog sich der inzwischen berühmte Dichter oft zum Nachdenken und Schreiben zurück. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes angelangt, wurde er nach dem Tod seines Freundes Vergil 19 v. Chr. dessen Nachfolger als Poeta laureatus. Horaz starb am 27. November 8 v. Chr. in Rom.