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Pyrit

Pyrit (auch: Eisenkies, Schwefelkies), Mineral, Eisensulfid, FeS2. Pyrit zählt zu den am häufigsten in der Natur vorkommenden sulfidischen Mineralien. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem und tritt häufig in gut ausgebildeten, würfelförmigen Kristallen auf, die eine charakteristische Streifung aufweisen, ferner als Pentagondodekaeder, aber auch in körnigen, radialstrahligen und knolligen Aggregaten. Das Mineral ist messinggelb, undurchsichtig und besitzt einen metallischen Glanz. Wegen seiner Färbung wird Pyrit volkstümlich Katzengold genannt. Pyrit unterscheidet sich aber durch seine Sprödigkeit und seine Härte (zwischen 6 und 6,5) von Gold. Seine Dichte beträgt 4,95 bis 5,2.

Pyrit ist ein sehr häufiges Mineral, das in sehr vielen Gesteinen und in den verschiedensten Bildungsmilieus vorkommt („Durchläufer”), in Sedimentgesteinen (wo er ein reduzierendes Bildungsmilieu anzeigt) ebenso wie in Eruptivgesteinen und Metamorphiten. Auch Fossilien sind oftmals als Pyrit erhalten. Oft findet man ihn zusammen mit anderen Erzen, mit Kohle und gelegentlich auch mit Gold oder Kupfer.

Große Lagerstätten befinden sich an vielen Stellen der Welt, wobei die Lagerstätten in Spanien und Portugal besonders zu erwähnen sind. Pyrit wird hauptsächlich für die Produktion von Schwefelsäure genutzt, aber auch aufgrund seines Gold- und Kupfergehalts abgebaut. Das beim Rösten (Erhitzen) des Erzes entstehende Schwefeldioxid dient zur Herstellung der Schwefelsäure, die Rückstände nutzt man zur Eisengewinnung.

Markasit ist ein Mineral mit der gleichen chemischen Zusammensetzung wie Pyrit. Es ist undurchsichtig, glänzt metallisch und ist – wenn es frisch gebrochen wird – blassbronzegelb oder fast weiß. Seine Härte entspricht der von Pyrit; seine Dichte liegt zwischen 4,85 und 4,90. Man kann Markasit durch die Farbe, den Kristallhabitus und chemische Tests von Pyrit unterscheiden. Es zersetzt sich leichter als Pyrit und kommt bei weitem nicht so häufig vor. Erze, die Markasit und Pyrit enthalten, nennt man auch Eisenkies.