| Suchansicht | Seeland | Artikelansicht |
Seeland, auch Sjælland, Ostseeinsel im Osten von Dänemark. Der Øresund im Osten verläuft zwischen Seeland und Schweden, der Große Belt im Westen trennt die Insel von Fünen.
Seeland ist mit einer Fläche von 7 031 Quadratkilometern die größte Insel in der Ostsee. Die felsigen Küsten im Südosten sind durch Buchten und Fjorde geprägt. Weite Teile der Insel werden von fruchtbaren Moränenablagerungen bedeckt.
Die Einwohnerzahl der Insel beträgt etwa 2,1 Millionen. Die bis 126 Meter hohe Insel ist überwiegend agrarisch strukturiert. Wichtigster Erwerbszweig ist die Landwirtschaft. Hauptanbauprodukte sind Getreide und Zuckerrüben, an bevorzugten Standorten erfolgt auch Obstbau. Die größte Stadt der Insel ist die dänische Hauptstadt Kopenhagen; sie ist ein überragendes Industrie- und Dienstleistungszentrum.
Fährverbindungen bestehen mit einigen Häfen der Nachbarstaaten sowie zu anderen dänischen Inseln. Am 14. Juni 1998 wurde mit der Storebelt-Brücke die (nach der japanischen Akashi-Kaikyo-Brücke) zweitgrößte Hängebrücke der Welt eingeweiht. Sie verbindet Seeland mit Fünen und ermöglicht damit den direkten Straßenverkehr zwischen den Inseln und dem europäischen Festland. Nach mehr als vierjähriger Bauzeit wurde am 1. Juli 2000 die Øresund-Brücke für den Verkehr freigegeben. Sie stellt eine Straßen- und Eisenbahnverbindung zwischen Kopenhagen und der schwedischen Stadt Malmö her. Auch mit der südlich anschließenden Insel Falster besteht eine Brückenverbindung.