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Teakbaum

Teakbaum, auch Teakholzbaum, bis zu 50 Meter hoher, laubwerfender Nutzholzbaum aus der Familie der Eisenkrautgewächse.

Der Teakbaum kommt ursprünglich von Indien über Myanmar bis Laos vor und wird heute auch in Indonesien und Westafrika in Plantagen angepflanzt. Die sehr großen, bis zu 75 Zentimeter langen Blätter sind breit elliptisch geformt, die bläulichen bis weißen, kleinen, fünf- bis sechslappigen Blüten stehen in endständigen Rispen. Die Frucht ist eine Steinfrucht. Das Holz ist von heller, gelblich brauner Farbe und sinkt – außer im getrockneten Zustand – im Wasser.

Wegen seiner hohen Lebensdauer und seiner Härte und Festigkeit wird Teakholz im Schiffsbau sowie u. a. für den Bau von Brücken und für Fußböden verwendet. Außerdem ist es ein sehr begehrtes Möbelholz, denn Teakholzmöbel halten dem Insektenbefall und der Verwitterung jahrhundertelang stand. Gartenmöbel aus Teakholz etwa können ganzjährig im Freien stehen und erhalten nach mehreren Jahren eine charakteristische, hellgraue Färbung. Die besondere Qualität des Teakholzes beruht darauf, dass seine Zellen durch Einlagerung von Silicat gleichsam „versteinern” und das Holz überdies durch Kautschukeinlagerung wasserfest wird.

Die Nachfrage nach Teakholz steigt nach wie vor, deshalb werden in großem Umfang auch andere Arten angebaut, deren Holz ähnliche Eigenschaften besitzt. Teilweise werden diese fälschlicherweise ebenfalls als Teakholz bezeichnet, beispielsweise die „Afrikanische Eiche” (African Oak), auch Afrikanischer Teakbaum genannt, eine Art aus der Familie der Wolfsmilchgewächse. Der World Wide Fund for Nature (WWF) empfiehlt, Teakholz und andere Tropenhölzer nur dann zu kaufen, wenn sie mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) als Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gekennzeichnet sind.

Systematische Einordnung: Der Teakbaum heißt botanisch Tectona grandis. Er gehört zur Familie Verbenaceae. Die „Afrikanische Eiche” trägt den wissenschaftlichen Namen Oldfieldia africana.