Teilchenbeschleuniger
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Teilchenbeschleuniger
2. Linearbeschleuniger

Den Linearbeschleuniger konzipierte man Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Hier werden Teilchen mit Hilfe von Wechselspannungen auf einer geraden Bahn vorangetrieben. Für niedrige Energien nutzt man elektrostatische Felder zur Beschleunigung. Bei höheren Energien setzt man hochfrequente elektrische Wechselfelder ein (HF-Linearbeschleuniger). Die Teilchen passieren beim Durchgang durch den Beschleuniger eine Reihe röhrenförmig gebauter Elektroden. Die Elektroden stehen hintereinander. Die Frequenz der Wechselspannung wird so eingestellt, dass ein Teilchen immer dann nach vorn beschleunigt wird, wenn es gerade die Lücke zwischen zwei Elektroden passiert. Theoretisch kann man Linearbeschleuniger für beliebige Energien bauen. Mit einer Länge von 3,2 Kilometern zählt der Linearbeschleuniger an der Stanford University (Kalifornien) zu den größten der Welt. Hier können Elektronen auf Energien von bis zu 50 Gigaelektronenvolt (50 Milliarden Elektronenvolt) gebracht werden.