Periodensystem
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Periodensystem
3. Mendelejew und Meyer

Unabhängig voneinander schlugen 1869 Dmitrij Mendelejew und Julius Lothar Meyer weit reichende Periodensysteme vor. Es gab zwischen den beiden einen jahrelangen Streit, wer als erster die richtigen Schlussfolgerungen gezogen hatte. Mendelejew reichte seine Publikation im Februar 1869 ein. Zwar hatte Meyer seine Arbeiten bereits 1864 und 1868 erstellt, er veröffentlichte sie allerdings erst im Dezember 1869 – also zehn Monate nach Mendelejew. Beide Forscher kannten jedoch zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichungen die Arbeiten des anderen noch nicht. Mendelejews System basiert streng auf der Einteilung nach den Atomgewichten und hielt Plätze für noch zu entdeckende Elemente frei. Mit Hilfe seines Systems konnte er bereits 1871 Elemente Gallium (entdeckt 1875), Scandium (entdeckt 1879) und Germanium (entdeckt 1886) voraussagen. Weil seine Beschreibungen über die Eigenschaften dieser Elemente ziemlich genau mit den tatsächlich gefundenen übereinstimmten, fand Mendelejews System bald Anerkennung und gilt mit leichten Verbesserungen noch heute.

1912 untersuchte Henry Gwyn Jeffreys Moseley die von Elementen ausgesandte Röntgenstrahlung, welche durch Anregung erzeugt wird. Dabei entdeckte er, dass die Frequenz dieser Strahlung in charakteristischer Weise von der Kernladungszahl des jeweiligen Elements abhängt. Man ging dazu über, das Periodensystem nach den Kernladungszahlen zu ordnen. Dadurch war man in der Lage, der chemischen Verwandtschaft widersprechende Anordnungen (z. B. Argon-Kalium, Iod-Tellur) zu lösen, die sich bei der Reihenfolge nach den Atomgewichten ergaben.