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Nuklide

Nuklide, Atome bestimmter Ordnungszahl (Anzahl der Protonen) und Massenzahl (Anzahl der Protonen und Neutronen). Siehe chemische Zeichen

Allgemein unterscheidet man stabile Nuklide, also solche, die nicht spontan in andere Teilchen zerfallen, von den instabilen Nukliden, die radioaktiv zerfallen und daher auch als Radionuklide bezeichnet werden. Zur besseren Übersicht über alle bekannten Nuklide wurde ein ähnliches Ordnungsschema wie das Periodensystem entwickelt: die Nuklidkarte (auch Nuklidtafel). Die Nuklidkarte ist ein Koordinatensystem, in dem die Nuklide nach der Anzahl der enthaltenen Neutronen (auf der Abszisse) sowie der Anzahl der enthaltenen Protonen (auf der Ordinate) eingetragen sind.

Die Nuklide werden in der Kernphysik nach der Anzahl der Protonen und Neutronen sowie dem energetischen Zustand in vier Gruppen unterteilt. Die Isotope (griechisch isos: gleich; topos: Ort) sind Nuklide mit gleicher Anzahl von Protonen (Ordnungszahl) und stehen in der Nuklidkarte waagerecht nebeneinander. Als Isotone (griechisch tonos: Spannung) bezeichnet man Nuklide mit gleicher Anzahl von Neutronen; sie stehen in der Nuklidkarte senkrecht untereinander. Nuklide mit gleicher Massenzahl nennt man Isobare (griechisch baros: Schwere, Druck); sie stehen in diagonalen Reihen der Nuklidkarte. Isomere (griechisch meros: Teil) schließlich sind Nuklide, deren Atome zwar die gleiche Anzahl von Neutronen und Protonen enthalten, die sich jedoch in unterschiedlichen Energiezuständen befinden.