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| 1. | Einleitung |
Fjodor Dostojewskij (1821-1881), russischer Schriftsteller. Er war ein Vertreter des Realismus innerhalb der russischen Literatur. Mit seiner neuartigen psychologischen Erzählweise und der philosophischen Komplexität seines Romanwerkes gehört er zu den bedeutendsten Autoren des 19. Jahrhunderts.
Dostojewskij wurde am 11. November 1821 als Sohn eines ehemaligen Militärarztes in Moskau geboren. Bereits während seiner Kindheit litt er unter epileptischen Anfällen. Im Alter von 17 Jahren wurde er auf eine Militäringenieurschule nach Sankt Petersburg geschickt, brach jedoch das Studium 1843 ab, um nach 1844 als freier Schriftsteller zu leben.
| 2. | Frühe Schriften |
Bereits Dostojewskijs Romanerstling Arme Leute (1846), der die unglückliche Liebesgeschichte zwischen einem ältlichen Beamten und einer jungen Frau zum Thema hat, machte ihn mit einem Schlag berühmt. Der führende russische Literaturkritiker Wissarion Grigorijewitsch Belinskij etwa nannte das Buch „das Werk eines Genies”. Deutlich ist in Arme Leute noch der Einfluss Nikolaj Gogols zu spüren, den Dostojewskij in der Nachfolge der so genannten natürlichen Schule einseitig als Mitleid erweckenden Schilderer sozialen Elends fehlinterpretierte. Die Gogol’sche Ironie kommt in Arme Leute nicht zum Tragen. Dennoch sind bereits zahlreiche innovative Momente des Spätwerks (wie kontrastive Figurenkonstellation, analytische Psychologie, vivisezierender Erzählerblick etc.) im Ansatz vorhanden. Auch Dostojewskijs nächster Roman Der Doppelgänger. Die Abenteuer des Herrn Goljadkin (1846) ist noch stark der Tradition Gogols verpflichtet. Doch beginnt mit ihm eine Reihe von Prosatexten, die – zumeist vor der nebulösen Atmosphäre des europäisierten Sankt Petersburg – das Ringen des Menschen um Identität beschreiben. Nicht nur der sprechende Name des Protagonisten (golod: Hunger; golyj: nackt, kahl) ist hierfür Programm.
Einen Höhepunkt findet diese Konzeption in Dostojewskijs Erzählung Aufzeichnungen aus einem Kellerloch (1864), in welcher ein entwurzelter Ich-Erzähler gegenüber seiner rationalisierten Außenwelt (symbolisiert im Kristallpalast der Londoner Weltausstellung) trotz aller Entfremdung eine subjektive, unsinnig-paradoxe Grundhaltung zu bewahren sucht. Dieser starrköpfige Heroismus wird später vielen Figuren Dostojewskijs – etwa Stawrogin in den Dämonen und Iwan in den Brüdern Karamasow – eigen sein. Weitere Werke aus Dostojewskijs Frühphase sind die Erzählungen Die Wirtin (1847) und Ein schwaches Herz (1848), der sentimentale Roman Helle Nächte (1848) sowie das zur Erzählung umfunktionierte Romanfragment Netočka Nezvanova (1849). Ihnen war jedoch nur wenig Erfolg beschieden.
1847 trat Dostojewskij einer revolutionären Geheimorganisation bei, die unter dem Einfluss Belinskijs und des französischen Theoretikers Charles Fourier einen utopischen Sozialismus propagierte. Nachdem ein eingeschleuster Polizeispitzel die Treffen verraten hatte, wurde der um Michail Wassiljewitsch Petraschewskij gruppierte Zirkel inhaftiert. 1849 verurteilte ein Gericht Dostojewskij zum Tod. Erst auf dem Richtplatz wurde er begnadigt und die Strafe in Verbannung nach Sibirien umgewandelt. Von 1850 bis 1854 musste Dostojewskij im Arbeitslager verbringen, bevor man ihn zum Militärdienst abkommandierte. In einer Garnisonsstadt nahe der Grenze zur Mongolei verbrachte er fünf Jahre. Erst 1859 durfte er nach Sankt Petersburg zurückkehren. Seine Wandlung vom atheistischen Sozialisten zum gläubigen Christen wurde später für die Läuterungsthematik des Romans Schuld und Sühne konstitutiv.
| 3. | Gefangenschaft und Exil |
1859 meldete sich Dostojewskij mit der in Sibirien verfassten Erzählung Onkelchens Traum und dem Zeitschriftenroman Das Gut Stepančikovo und seine Bewohner zurück. Im Gut Stepančikovo benutzte er erstmals Prinzipien der Dramenkonstruktion, um seine Prosatexte zu strukturieren – ein Grund, warum Thomas Mann den Aufbau in einer bewundernden Kritik mit den Komödien Molières und William Shakespeares verglich. Wie Das Gut Stepančikovo erschienen auch Dostojewskijs Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (1861/62) zunächst in einer Zeitschrift: Vremja (Die Zeit), die der Schriftsteller 1861 gemeinsam mit seinem Bruder Michail (1820-1864) gegründet hatte. War Onkelchens Traum mit seiner „wahrhaft taubengleichen Sanftmut” (Dostojewskij) aus Furcht des Häftlings vor Repressionen und Zensurmaßnahmen noch einer neutralen Thematik verpflichtet, so nehmen die Aufzeichnungen aus einem Totenhaus direkt auf Dostojewskijs Aufenthalt im Arbeitslager Bezug. Autobiographische Wahrheit und Dichtung vermischen sich hier zu einem unentwirrbaren Geflecht. Tatsächlich sind die Aufzeichnungen weniger als sozialkritisches Dokument der unmenschlichen Haftbedingungen im zaristischen Russland zu lesen, vielmehr geht es Dostojewskij wie in allen seinen Büchern um die Darstellung menschlicher Grenzsituationen, für die die sadistische und unwirtliche Hölle Sibiriens nur mehr eine eindringliche Metapher ist. Das von antisemitischen Ressentiments geprägte Buch wurde ein großer Erfolg: Selbst die Dostojewskij-Skeptiker Iwan Turgenjew und Lew Tolstoj lobten es überschwänglich. Spätere Darstellungen von russischen Straflagern (wie Aleksandr Solschenizyns Der Archipel GULAG, 1973-1975) wurden von den Aufzeichnungen aus einem Totenhaus stark geprägt. Mit ihrem zum existentiellen Modell geformten Sujet beeinflussten die Aufzeichnungen zahlreiche Werke der modernen Literatur, darunter Franz Kafkas In der Strafkolonie (1914).
| 4. | Die mittlere Periode |
Dostojewskijs melodramatisch-sozialkritischer Roman Die Erniedrigten und die Beleidigten, der 1861 ebenfalls in Vremja erschien, greift zahlreiche Momente des Frühwerks – Entwurzelung, Wahnsinn, Krankheit etc. – wieder auf. Gleichzeitig weist er durch seine differenzierte psychologische Erzählstrategie bereits auf die späten philosophischen Romane hin. Einmal mehr dient Sankt Petersburg dem Panslawisten Dostojewskij als Mikrokosmos, um den Zusammenhang von Elend, Verbrechen und westeuropäischer Dekadenz aufzuzeigen. In Die Erniedrigten und die Beleidigten wandeln die Figuren hilflos „in den dunklen, verschwiegenen Winkeln der großen Stadt” herum. Die „unerträgliche Hölle” der Sinnlosigkeit und Unmoral wird offenbar. Mit ähnlichem Tenor berichtet Dostojewskijs Essay Winterliche Aufzeichnungen über sommerliche Eindrücke 1863 von einer lang ersehnten Auslandsreise, die der Vierzigjährige ein Jahr zuvor durch mehrere Länder (darunter Frankreich, England, Deutschland und Italien) unternommen hatte. Auch hier steht die materialistische Seelenlosigkeit der „bourgeoisen” Kultur Westeuropas im Mittelpunkt. Als Ausweg klagen die Winterlichen Aufzeichnungen eine Rückbesinnung auf urrussische Werte im Sinn des Panslawismus ein.
Als die Zeitschrift Vremja wegen eines angeblich subversiven Artikels verboten wurde, gründeten die Brüder Dostojewskij den kurzlebigen Nachfolger Epocha (1864), in dessen erster Nummer u. a. die Aufzeichnungen aus einem Kellerloch erschienen. 1865 veröffentlichte Dostojewskij die an Gogols Nase erinnernde Groteske Das Krokodil, die mit den damals gängigen Gemeinplätzen der liberalen Presse Russlands spielt. Auch später noch engagierte sich Dostojewskij im publizistischen Bereich. So redigierte er von Anfang 1873 bis Mitte 1874 das konservative Organ Graždanin, in dem auch die ersten Abschnitte seines Tagebuchs eines Schriftstellers (1873-1881) erschienen und in dem er ein Forum für seine teilweise regressistische politisch-religiöse Ideologie fand.
1863 reiste Dostojewskij abermals nach Westeuropa, diesmal, um sich mit seiner damaligen Geliebten Polina Suslowa zu treffen. In Wiesbaden markierte der Besuch einer Spielbank den Beginn seiner langjährigen Spielleidenschaft, die ihn immer wieder in Geldnot stürzte (als Turgenjew Dostojewskij nur einen Bruchteil der geforderten Summe lieh, kam es zum Zerwürfnis zwischen den beiden). Zwei Jahre später fuhr Dostojewskij erneut nach Wiesbaden. Dort brachte er innerhalb kürzester Zeit 3 000 Rubel durch, die sein Verleger Stellowskij ihm für seine gesamten Romanrechte angeboten hatte. Eine weitere Vorbedingung des Kredits war die Zusage zu einem neuen Roman gewesen, der bis zum 1. November 1866 fertig gestellt werden musste. Einen Monat vor Ablauf dieser Frist diktierte Dostojewskij der jungen Stenographin Anna Snitkina – seiner späteren zweiten Frau – das Buch Der Spieler (1866), in dem er nicht zuletzt seine eigene Sucht porträtiert. Darüber hinaus jedoch thematisiert das Buch in der Hassliebe des Protagonisten zu einer Generalstochter einmal mehr die zwischen Zwang und Freiheit schwankende Persönlichkeit eines verzweifelten Ichs. Deutlich ist auch diese Figur geprägt von jener „Leidenschaft zur Qual”, die die Psychologie der Antihelden aus Dostojewskijs letzten großen philosophischen Romanen bestimmt.
| 5. | Die philosophischen Romane |
In den Jahren nach 1866 war Dostojewskij überaus produktiv. Der Roman Schuld und Sühne (1866) erschien, als er noch in Russland weilte. Zwischen 1867 und 1871, als sich der Autor auf der Flucht vor Gläubigern im Ausland aufhielt, wurden die Fortsetzungsromane Der Idiot (1868-1869) und Die Dämonen (1871/72) vollendet bzw. begonnen, die Dostojewskij weltberühmt machen sollten. Seinen letzten Roman, Die Brüder Karamasow (1879/80), beendete Dostojewskij erst kurz vor seinem Tod am 9. Februar 1881 in Sankt Petersburg. Der Entstehungsprozess dieser Romane lässt sich anhand des Tagebuches eines Schriftstellers (1873-1881) akribisch nachvollziehen. Neben autobiographischen und poetologischen Bemerkungen erschienen in den Tagebüchern auch mehrere Prosatexte, darunter Bobok (1873) und die wegen ihrer stenographischen Genauigkeit als „phantastisch” bezeichnete Erzählung Die Sanfte (1876).
Wie bereits mehrmals zuvor stellte Dostojewskij auch in Schuld und Sühne (eine bessere Übersetzung des Originaltitels wäre Übertretung und Zurechtweisung) mit dem verarmten Petersburger Studenten Raskolnikow (von russisch raskol: Abspaltung) einen vom Volk losgelösten Helden in den Mittelpunkt. Dadurch, dass Raskolnikow den von ihm begangenen Mord an einer Pfandleiherin (der „Laus”) und ihrer Schwester letztendlich als Versuch deklariert, sich über die moralischen Grundsätze der Allgemeinheit hinwegzusetzen und damit zum Übermenschen (zum „Napoleon”) zu werden, wird das kriminalistische Element des Buches auf eine philosophische Ebene gehoben. Statt Genugtuung aber stellt sich bei Raskolnikow nur das Gefühl völliger Vereinsamung ein. Erst durch ein Geständnis und die aufopfernde Liebe der engelsgleichen Prostituierten Sonja gelingt dem philosophischen Verbrecher die Läuterung. Die Abkehr vom materialistischen Denken seiner Vorzeit lässt Raskolnikow im sibirischen Gefangenenlager zu neuem Leben auferstehen.
Anders als in Schuld und Sühne steht in Der Idiot eine Figur im Zentrum des Geschehens, die von Beginn an christusähnliche Züge trägt. In Notizen hat Dostojewskij sie selbst einen „im positiven Sinne schönen Menschen” genannt. Schönheit und Sittlichkeit sind hier synonym gedacht. Als Idiot erscheint der Epileptiker Fürst Myschkin nur einer unverständigen Umgebung. Tatsächlich weist seine Epilepsie auf Dostojewskijs Ideal eines religiösen Mystizismus hin. Durch sein Erleben einer höheren Realität fällt Myschkin aus der Summe der negativen Helden Dostojewskijs ganz heraus. Ästhetisch interessant ist Myschkin aber vor allem durch seine romankonstituierende Funktion: Trotz seiner sozialen Isolation sind alle Erzählstränge auf ihn bezogen, und alle Figuren wenden sich ihm zu. Die Aura Fürst Myschkins gewährt dem Roman seine Einheit.
In Die Dämonen greift Dostojewskij das zentralistische Modell des Idioten wieder auf. Wie um eine Sonne gruppieren sich im Universum des Romans mehrere Revolutionäre um den Anarchisten Stawrogin, dessen nihilistischer Egalismus („Alles ist allem gleich”) wiederum im Mord kulminiert. Das an einem vermeintlichen Verräter begangene Verbrechen gibt der Gruppierung Sinn und Zusammenhalt. Zur Konzeption der Dämonen ließ sich Dostojewskij von Presseberichten über den Mord an dem Studenten Iwanow im Park der Landwirtschaftlichen Moskauer Akademie inspirieren. Doch überhöht er auch hier das Geschehen im philosophischen Sinne: Alle Revolutionäre sind besessen von atheistisch-zerstörerischen Idealen. Im Roman stellt Dostojewskij ihnen das Credo der Nebenfigur Schatows entgegen: „Ich glaube an Russland, ich glaube an die Orthodoxie ... Ich glaube, dass Christi Wiederkunft in Russland stattfinden wird.” So wird die Figur zum Sprachrohr ihres Autors. Demgegenüber beichtet Stawrogin: „Ich glaube an den Teufel.”
Dostojewskijs letzter Roman Die Brüder Karamasow stellt eine Quintessenz des Gesamtwerks dar, und auch hier ersetzt ein komplexes Netz von Handlungen und Intrigen die stringente Handlung. Auf der untersten Ebene ist das Buch als Kriminalgeschichte eines Vatermordes lesbar. Seine intellektuelle Spannung bezieht es jedoch aus der Konfrontation der Brüder Karamasow, die jeweils verschiedene weltanschauliche Positionen vertreten: Die Intellektualität des Skeptikers Iwan wird im Roman gegen die Emotionalität Dmitrijs und die Frömmigkeit Aljoschas ausgespielt. Alle drei Typen aber illustrieren gemeinsam einmal mehr Dostojewskijs Figurenkonzeption unter dem Aspekt der selbstzerstörerischen Qual (nadryw) des Individuums. In ihnen sind die existentiellen Antinomien Dostojewskijs (Machthunger versus Unterwerfung, Freiheit versus Zwang, Sünde versus Ethik, Körper versus Seele) neuerlich umrissen.
| 6. | Wirkungsgeschichte |
In seiner epochalen Studie Probleme der Poetik Dostojewskijs (1929) wies der russische Literaturwissenschaftler Michail Michajlowitsch Bachtin auf das neue Erzählverfahren Dostojewskijs hin und hob die „Polyphonie” (Mehrstimmigkeit) der Romanstruktur hervor. Bachtin zufolge treten die Figuren als Vertreter philosophischer Ideen auf, die Dostojewskij ohne Erzählerkommentar nebeneinanderstehen lässt. Antithetische Positionen werden zumeist in Rededuellen (wie etwa zwischen Iwan und Aljoscha in den Brüdern Karamasow) dargelegt. Wie Bachtin nachweisen konnte, findet dieses dialogische Prinzip bei Dostojewskij selbst in den Monologen der Figuren Anwendung: In den Aufzeichnungen aus einem Kellerloch etwa reagiert der Protagonist in seinen Reflexionen auf die Präsenz eines imaginären (Lese-)Publikums, indem er dessen Einwände in direkter Anrede („Sie denken bestimmt„, „oder denken Sie vielleicht”) selbst vorwegnimmt.
Auch wenn Wladimir Nabokov Dostojewskij wegen dieser quasi dramatischen Darstellungsweise jegliches Talent als Prosaautor absprach – besser hätte er, so Nabokov, Theaterstücke verfasst –, hat dessen Romanwerk doch gerade durch diese beiden innovativen Aspekte (Psychologie und Polyphonie) einen kaum zu unterschätzenden Einfluss auf die Literatur der Moderne ausgeübt. In Deutschland etwa wurde die 1882 unter dem Titel Raskolnikow erschienene Übersetzung von Schuld und Sühne begeistert aufgenommen. Vor allem die realistische Schilderung menschlicher Pathologien und die philosophische Stilisierung der Figuren zu Ideenträgern prägten die Schriftstellergenerationen von Naturalismus und Expressionismus nachhaltig. Auch die Autoren des Existentialismus und Surrealismus standen unter Dostojewskijs Einfluss: So behauptete etwa Jean-Paul Sartre, durch die Lektüre Dostojewskijs erst zu seinen Schriften angeregt worden zu sein. Deutlich ist vor allem in Sartres Einakter Bei geschlossenen Türen (1944) die Grundidee der Aufzeichnungen aus dem Kellerloch (die Außenwelt als Hindernis der eigenen Selbstverwirklichung) erkennbar. Einer der größten und frühesten Bewunderer der Aufzeichnungen aber war Friedrich Nietzsche („ein wahrer Geniestreich der Psychologie”), der in der Erzählung die eigene Konzeption einer philosophischen „Umwertung aller Werte” vorweggenommen sah. Ansonsten bespiegelt gerade Nietzsches Urteil Dostojewskijs unaufhörliches Schwanken zwischen Traditionalismus und Modernität: Der Russe sei, so Nietzsche, ein „grandioser Psychologe – und ein erbärmlicher Christenmensch”.