Martin Heidegger
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Martin Heidegger
1. Einleitung

Martin Heidegger (1889-1976), deutscher Philosoph. Der Schüler von Edmund Husserl, dem Begründer der Phänomenologie, gilt als einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sein Denken entfaltete eine breite internationale Wirkung.

Heidegger wurde am 26. September 1889 in Meßkirch (Baden-Württemberg) geboren. Zwischen 1913 und 1916 studierte er katholische Theologie und Philosophie in Heidelberg und schloss das Studium mit einer Habilitation bei dem Neukantianer Heinrich Rickert ab. Danach war er als Privatassistent Edmund Husserls tätig, erhielt 1923 eine Professur für Philosophie in Marburg und lehrte nach 1928 als Nachfolger Husserls an der Universität Freiburg. Während des Dritten Reichs sympathisierte Heidegger mit dem Nationalsozialismus. Er wurde im April 1933 Rektor der Universität Freiburg und bald darauf Parteimitglied, sprach sich in seiner Rektoratsrede für Nationalsozialismus und Führerprinzip aus, legte aber Amt und Parteimitgliedschaft im Februar 1934 nieder, nachdem ihm die Realität des Nationalsozialismus klar geworden war. Nach Ende des 2. Weltkriegs durfte er von 1945 bis 1951 aufgrund eines Beschlusses der französischen Besatzungsmacht keinerlei Lehrtätigkeit ausüben. Im folgenden Jahr wurde er emeritiert. Heidegger starb am 26. Mai 1976 in seiner Heimatstadt.