Renaissance
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Renaissance
4. Kunst

In Folge der Wiederentdeckung und des Studiums der Antike entstanden mit der klassischen Philologie, der Archäologie, der Numismatik und der Epigraphik neue Wissenschaften. In der Kunst vollzog sich der entscheidende Bruch mit der Tradition des Mittelalters um 1420 in Florenz, als die lineare Perspektive entwickelt wurde und somit dreidimensionaler Raum auf flachem Untergrund überzeugend wiedergegeben werden konnte. Verblüffende Beispiele dieser Technik sind die Werke des Architekten Filippo Brunelleschi und des Malers Masaccio. Der Bildhauer Donatello, der nachhaltigen Einfluss auf die Kunst der Renaissance ausübte, schuf den bronzenen David, die erste lebensgroße nackte Statue seit der Antike. Ab Mitte des 15. Jahrhunderts verband man in der bildenden Kunst die klassische Form auch wieder mit klassischen Themen; Motive aus der antiken Mythologie schmückten Paläste, Wände, Möbel und Bildtafeln. Der antike Brauch, zur Würdigung bedeutender Persönlichkeiten Medaillen mit deren Porträt zu schlagen, wurde von dem Maler und Medailleur Pisanello wieder aufgenommen. Piero della Francesca, Andrea Mantegna und Sandro Botticelli schufen Porträts bekannter Personen, die deren individuelle Erscheinung betonten. Die Umsetzung der Ideale von Harmonie und Proportion fand ihren Höhepunkt im 16. Jahrhundert in den Werken Raffaels, Leonardo da Vincis und Michelangelos.

Siehe auch Renaissancekunst