Antimon
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Antimon
2. Vorkommen und Eigenschaften

Antimon steht unter den Krustengesteinen an 64. Stelle und gehört damit zu den seltenen in der Erdkruste vorkommenden Elementen. Abbauwürdige Antimonerze wie das Stibnit (Sb2S3) gibt es vor allem in China, Südafrika und Bolivien. Gelegentlich wird das Halbmetall auch in elementarer Form (gediegen) gefunden, meist gemischt mit Arsen.

Antimon besitzt die Atommasse 121,75 u. Es zeigt sowohl metallische als auch nichtmetallische Eigenschaften und kommt wie Phosphor und Arsen in mehreren allotropen Formen (Modifikationen) vor. Die häufigste Form ist das graue oder metallische Antimon. Metallisches Antimon ist derart spröde, dass es sich in einer Reibschale mühelos pulverisieren lässt. Der Schmelzpunkt liegt bei etwa 630 °C, der Siedepunkt bei 1 750 °C (nach anderen Angaben 1 635 °C) und die Dichte bei 6,69 Gramm pro Kubikzentimeter. Die zweite und seltenere Modifikation ist das amorphe schwarze Antimon, das im Gegensatz zur metallischen Form elektrischen Strom nicht leitet.

Im Allgemeinen ist Antimon bei Raumtemperatur stabil. Erhitzt man es jedoch sehr stark, so verbrennt es an der Luft zu Antimon(III)-oxid (Sb2O3). Das Halbmetall widersteht Salzsäure (siehe Chlorwasserstoff) und verdünnter Schwefelsäure, aber nicht Salpetersäure. Mit Schwefel bildet Antimon in der Schmelze Antimon(III)- und Antimon(V)-sulfid (Sb2S3 bzw. Sb2S5).