Eucharistie
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Eucharistie
4. Der Gottesdienst

Der Gottesdienst heißt in den meisten protestantischen Kirchen Eucharistie oder Abendmahl; in der östlichen Orthodoxie Liturgie und in der römisch-katholischen sowie in einigen anglikanischen Kirchen Messe (siehe Liturgie).

In der Regel umfasst der Gottesdienst zwei Teile. Der Wortgottesdienst besteht aus Lesungen aus der Bibel, einer Predigt und Gebeten. Dieser Teil der Abendmahlsfeier wurde offenbar vom jüdischen Gottesdienst in der Synagoge übernommen und seit dem 2. Jahrhundert der Gabe von Wein und Brot vorangestellt. Der zweite Teil des Gottesdienstes, die eigentliche Eucharistiefeier (Hochgebet), besteht aus der Darreichung von Brot und Wein (zusammen mit den Geldspenden der Gemeinde), dem zentralen Abendmahlsgebet (einem Gebet der Konsekration), der Verteilung der geweihten Gaben an die Gottesdienstbesucher, einem abschließenden Segen und der Entlassung. Dieser Teil des Gottesdienstes hat seinen Ursprung in den traditionellen alten Tischgebeten der Juden.

Das zentrale Abendmahlsgebet, die Anaphora (griechisch: Darbringung), enthält ein Dankgebet für die Schöpfung der Welt und ihre Erlösung durch Jesus Christus; einen Bericht über die Einsetzung des Abendmahles; die Rückerinnerung oder Anamnese, die Darbringung von Brot und Wein in dankbarer Erinnerung an Jesus Christus; die Epiklese, das Gebet, mit dem der Heilige Geist erfleht wird, sowie ein Fürbittgebet.