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Cochin, Hafenstadt in Indien, im Bundesstaat Kerala, am Arabischen Meer. Sie verfügt über umfangreiche Hafenanlagen mit Trockendocks und Reparaturwerften, die Cochin zum bedeutendsten Hafen an der Malabarküste machen. Aus Kokosnüssen gewonnene Produkte sind die wichtigsten Ausfuhrgüter der Stadt. Zu ihren wichtigsten Wirtschaftszweigen gehören Schiffbau, Holzwirtschaft, Fischfang und die Herstellung von Kokosmatten.
Die ersten europäischen Machthaber von Cochin waren die Portugiesen, die 1500 von der Stadt Besitz ergriffen. Zwei Jahre später errichtete der Forscher Vasco da Gama dort eine Handelsstation. 1503 wurde in Cochin die erste europäische Festung Indiens errichtet und 1577 veröffentlichten Jesuiten hier das erste in indischer Schrift gedruckte Buch. Die Engländer ließen sich ab 1634 in der Stadt nieder, wurden aber von den Holländern vertrieben, die Cochin 1663 einnahmen. Unter ihrer Herrschaft wurde die Stadt zu einem Handelszentrum ausgebaut. Bei ihrer Eroberung Indiens besetzten die Briten 1795 die Stadt erneut, erlaubten den Holländern aber, sie bis 1814, als Cochin in den Besitz der Ostindienkompanie gelangte, zu verwalten. 1936 wurde die Stadt direkt der britischen Regierung in Indien unterstellt. Seit 1947 ist sie Teil des unabhängigen Staates Indien. Die Einwohnerzahl des Großraumes beträgt etwa 1,14 Millionen.