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| 2. | Eigenschaften und Vorkommen |
Das Metall Radium mit der Massenzahl 226 schmilzt bei etwa 700 °C und siedet bei etwa 1 140 °C. Seine Dichte liegt bei 5,5 Gramm pro Kubikzentimeter. An der Luft oxidiert das Element sofort.
Radium entsteht beim radioaktiven Zerfall von Uran und findet sich daher in allen Uranerzen, und zwar fast immer im Mengenverhältnis ein Teil Radium auf 3 000 000 Teile Uran. Aus dem Erz wird es nach Zugabe einer Bariumverbindung gewonnen; Letztere dient als Trägersubstanz. In seinen chemischen Eigenschaften ähnelt das Radium dem Barium. Beide Elemente werden von anderen Bestandteilen des Erzes gemeinsam durch Ausfällen ihrer Sulfate abgetrennt. Anschließend folgt die Umsetzung zu Carbonaten oder zu Sulfiden, die daraufhin in Salzsäure aufgelöst werden. Schließlich lässt sich Radium durch wiederholtes Kristallisieren vom Barium trennen (meist über die Bromide oder die Chromate).
Von den Radiumisotopen zwischen 206Ra und 232Ra ist 226Ra am stabilsten und kommt am häufigsten vor. 226Ra entsteht beim radioaktiven Zerfall des Thoriumisotops 230Th. Dieses ist seinerseits das vierte Glied in der Zerfallsreihe, die mit dem Uranisotop 238U beginnt (Uran-Radium-Zerfallsreihe). Das Radiumisotop 226Ra hat eine Halbwertszeit von 1 620 Jahren. Es emittiert Alphateilchen und wandelt sich beim Zerfall in das Edelgas Radon um (Radonisotop 222Rn).