Ballett
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Ballett
4. Musik und Schauspiel

Ein Ballett kann entweder nach einer Musik choreographiert werden, die dafür komponiert wurde, oder nach bereits bestehender. Vor dem 20. Jahrhundert war es allgemein üblich, Musik für ein Ballett zu komponieren. Oft arbeiteten Choreograph und Komponist dabei eng zusammen. Das Choreographieren zu bereits bestehender Musik ist eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Die amerikanische Tänzerin Isadora Duncan tanzte als eine der Pionierinnen des Moderndance oft zu Musik von Komponisten wie Ludwig van Beethoven und Frédéric Chopin.

Die Handlung des Balletts wird Libretto oder Szenario genannt. Sie kann entweder für ein Ballett geschrieben oder aus literarischen Werken, Dramen oder Opern übernommen werden. Neben dem Handlungsballett gibt es auch Ballette ohne Handlung, die eine Stimmung schaffen, ein musikalisches Werk interpretieren oder auch nur den Tanz als ästhetisches Ereignis in den Vordergrund stellen. Anfangs wurde auf der Bühne nur die klassisch einfache Kleidung getragen. Das Tutu, ein glockenförmiger Rock aus durchscheinendem Stoff, kam durch Marie Taglionis Auftritt in La Sylphide (1832) in Mode. Im Lauf des Jahrhunderts wurde es immer kürzer und entwickelte sich zum Standardkostüm der Ballerina.

Unter dem Einfluss des russischen Choreographen Michail Fokin wurden die Ballettkostüme im 20. Jahrhundert wieder vielfältiger. Heutzutage treten die Tänzer in den verschiedensten Kostümen auf, auch in dem einfachen Übungsdress, das im Unterricht getragen wird. Erstmals wurde es von dem russisch-amerikanischen Choreographen George Balanchine verwendet.