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Doggerbank

Doggerbank, große, flache Sandbank in der zentralen Nordsee zwischen England im Westen und Dänemark im Osten. Sie ist durchschnittlich etwa 65 Kilometer (stellenweise bis zu 100 Kilometer) breit und fast 300 Kilometer lang. Die Wassertiefe im Bereich der Doggerbank beträgt allgemein weniger als 37 Meter, vor der englischen Küste sogar nur etwas über 15 Meter. Seit Jahrhunderten wird die Sandbank als wichtiges Fischfanggebiet genutzt; vor allem Kabeljau, Schollen und Heringe werden hier gefangen. Während der letzten Eiszeit bildete die Doggerbank den südlichen Rand der Nordsee, die Mündung des Rheines lag damals an ihrer Westseite.

Die Doggerbank war mehrmals Schauplatz von Seegefechten. Bei einem Gefecht im Rahmen des Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieges wurden die Niederländer hier 1781 von einer britischen Flotte geschlagen. 1904, im Russisch-Japanischen Krieg, feuerte das russische Ostseegeschwader versehentlich auf eine britische Fischfangflotte und tötete zwei Männer. Ein internationales Schiedsgericht, das den Vorfall untersuchte, verurteilte Russland zur Zahlung von Schadensersatz. In der Schlacht auf der Doggerbank im 1. Weltkrieg (1915) schlug eine britische Flotte unter dem Kommando des Vizeadmirals Sir David Beatty einen Teil der deutschen Flotte unter dem Konteradmiral Franz von Hipperin.