| Präkolumbische Kunst und Architektur | Artikelansicht | ||||
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| 1. | Einleitung |
Präkolumbische Kunst und Architektur, die Kunst und Architektur der Indianerkulturen in Mittelamerika, den Anden und benachbarter Regionen vor dem 16. Jahrhundert, also vor der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Zur Kunst der alten Kulturen nördlich von Mexiko siehe Indianer.
3 000 Jahre vor der europäischen Kolonisation hatten die Indianer Zivilisationen und Hochkulturen entwickelt, die sich in ihrer künstlerischen Leistung mit denen des alten China, Indien, Mesopotamien und des Mittelmeerraumes messen können. Diese Leistungen sind um so eindrucksvoller, als die technischen Errungenschaften der östlichen Hemisphäre in der Neuen Welt unbekannt waren. In Mittelamerika etwa diente das Rad nur als Spielzeug und fand nie in Form der Töpferscheibe, als Wagenrad oder Flaschenzug Anwendung. Werkzeuge aus Metall wurden kaum – oder erst im letzten Stadium der präkolumbischen Geschichte – benutzt. Die kunstvoll ausgeführten Skulpturen und fein ziselierten Jadeornamente, die man in diesen Regionen findet, müssen daher mit Steinwerkzeugen aus dem Material geschnitten bzw. gemeißelt worden sein.