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| 4. | Verwaltung und Politik |
Sabah ist einer von vier malaysischen Staaten, die keine Erbmonarchie haben. Das Staatsoberhaupt trägt den Titel Yang di-Pertua Negeri Sabah, was einem Gouverneur entspricht. Er wird vom Yang di-Pertuan Agong, dem gewählten König Malaysias, auf Vorschlag des obersten Ministers für eine vierjährige Amtsperiode ernannt. Dem Gouverneur steht als Exekutivgewalt ein Staatskabinett zur Seite, an dessen Spitze der oberste Minister steht. Die gesetzgebende Versammlung besteht aus dem Sprecher, 48 gewählten Mitgliedern und maximal sechs ernannten Mitgliedern. Wahlen zur gesetzgebenden Versammlung werden alle fünf Jahre abgehalten.
Durch die Parlamentswahlen von 1985 wurde die bis dahin regierende Partei Berjaya von der neu gebildeten Partei Basat Sabah (PSB) abgelöst. Die christlich orientierte PSB wurde 1985 mit Unterstützung der Kadayan gegründet und war eine Reaktion auf die zunehmend proislamische Politik der Berjaya. Die Niederlage der Berjaya hatte zur Folge, dass Sabah nun der einzige der 13 Staaten Malaysias war, dessen Regierungspartei nicht der Nationalen Front angehörte, einer Koalition, welche die bundes- und einzelstaatliche Politik Malaysias seit 1969 lenkt. Der Wahlsieg der PSB wurde von der muslimischen Opposition angefochten. So kam es Mitte 1986 zu Neuwahlen, in denen die Partei ihre Stimmenmehrheit sogar noch ausbauen konnte. Dies bewirkte, dass die PSB schließlich in den Zusammenschluss der Nationalen Front aufgenommen wurde und die Wahlen von 1990 erneut gewann.