Papua-Neuguinea
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Papua-Neuguinea
2. Land

Papua-Neuguinea umfasst eine Vielfalt an unterschiedlichen Naturräumen wie Schwemmlandebenen, Mittelgebirge und von Vulkanen geprägte Hochgebirge.

1. Physische Geographie

Die von Nordwesten nach Südosten verlaufende zentrale Gebirgskette mit mehreren über 4 000 Meter hohen Gipfeln bildet das geologische Rückgrat der Hauptinsel. Höchste Erhebung des Landes ist der Mount Wilhelm (4 509 Meter). Im Südosten läuft diese von schneebedeckten Vulkanen geprägte Bergkette in einem Mittelgebirge aus. Zu beiden Seiten der zentralen Gebirgskette erstrecken sich ausgedehnte Tiefländer. Die Sepik-Niederung im Norden wird von einem bis über 4 000 Meter hohen Küstengebirge begrenzt, dem sich eine maximal drei Kilometer breite Küstenebene anschließt. Der Südwesten von Papua-Neuguinea wird von der mehr als 400 Kilometer breiten Schwemmlandebene des Fly River eingenommen. Einige Inseln Papua-Neuguineas wie New Britain und Bougainville sind gebirgig und vulkanischen Ursprungs; viele der kleinen Inseln sind flache Korallenatolle.

2. Klima

Das Klima von Papua-Neuguinea ist tropisch-feucht und steht unter dem Einfluss des Monsuns. Die Niederschläge sind relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt, nur zwischen Juni und September ist es etwas trockener. Im Gebirge betragen die Jahresniederschläge an windexponierten Berghängen bis 6 000 Millimeter, die Hauptstadt Port Moresby an der Südküste verzeichnet etwa 1 200 Millimeter im Jahr, Madang an der Nordküste circa 3 500 Millimeter. Die mittleren Temperaturen liegen im Tiefland zwischen 25 und 28 °C, in den Hochlagen der Gebirge können die Temperaturen bis nahe an den Gefrierpunkt reichen.

3. Flora und Fauna

Papua-Neuguinea verfügt über eine äußerst vielfältige Flora und Fauna. 63,6 Prozent (2005 geschätzt) der Gesamtfläche Papua-Neuguineas sind bewaldet. Zu diesen Wäldern zählen auch einige der letzten unberührten tropischen Regenwälder der Welt. Allerdings ist eine zunehmende Zerstörung der artenreichen Waldgebiete zu beobachten. Die Entwaldung hat von 1990 bis 1995 zu einem Verlust von rund 666 000 Hektar Wald geführt. Daneben sind Savannen und an Teilen der Küste des Festlandes Mangrovensümpfe ausgebildet. In den Bergen gibt es Kiefernbestände sowie Laubwälder und etwas Hochgebirgsvegetation.

Eine Reihe der hier lebenden Tierarten kommt nur in Papua-Neuguinea und in der benachbarten indonesischen Provinz Papua vor. Zu den Beuteltieren gehören Baumkängurus, Gleitbeutler und Kletterbeutler. Kleinsäuger sind durch verschiedene Rattenarten (Riesenratten, Pazifikratten), sowie durch Spitzmäuse und Fledermäuse repräsentiert. Zahlreiche Arten von tropischen Vögeln wie Paradiesvögel, Salanganen (siehe Segler), Papageien und Nashornvögel leben hier. Papua-Neuguinea ist außerdem die Heimat des Herkulesspinners, des größten Schmetterlings der Welt. Die Abnahme des tropischen Regenwaldes ist ein Grund dafür, dass in Papua-Neuguinea zahlreiche Arten vom Aussterben bedroht sind.