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Kokospalme

Kokospalme, ursprünglich wahrscheinlich aus Südostasien stammende, heute in tropischen Regionen weit verbreitete Palmenart, deren kopfgroße Steinfrüchte die Kokosnüsse sind.

Die Kokospalme hat einen Stamm von etwa 45 Zentimeter Durchmesser und wird bis zu 30 Meter hoch. An der Spitze trägt die Palme eine Krone aus rund 20 gefiederten Blättern, von denen jedes drei bis fünf Meter lang ist. Die unauffälligen Blüten werden von Insekten und Vögeln bestäubt. Sie sind eingeschlechtig, einhäusig verteilt und stehen in Verbänden von jeweils wenigen Dutzend weiblichen und tausenden winzigen männlichen Blüten in getrennten Blütenständen. Die Früchte wachsen in Gruppen von 10 bis 20, pro Baum gibt es oft mehr als zwölf solcher Gruppen in verschiedenen Entwicklungsstadien. Ins Meer gefallene Kokosnüsse können auch nach längerer Drift im Salzwasser noch keimfähig sein. Da Kokospalmen seit Jahrhunderten kultiviert werden, geht ihre heutige Verbreitung im Wesentlichen auf menschliche Einflüsse zurück.

Die reife Kokosnuss ist etwa 30 Zentimeter lang und oval geformt; sie hat eine dicke, faserige äußere Fruchthülle und einen harten Steinkern. Der Samen im Inneren dieses Kernes besteht größtenteils aus dem Endosperm. Ein Teil des Endosperms ist das weiße, ölige „Fleisch”, das in den Tropen ein wichtiges Nahrungsmittel ist. Getrocknet ergibt es die wirtschaftlich wertvolle Kopra. Aus Kopra wird Kokosöl bzw. Kokosfett hergestellt, das für Speisefette, Seifen und Kerzen verwendet wird. Ebenfalls Teil des Endosperms ist eine süße, leicht milchige Flüssigkeit, die als Kokosmilch bekannt ist.

Die Endknospen junger Kokospalmen werden als Delikatesse verzehrt; oft werden Bäume nur wegen dieses so genannten Palmkohls gefällt. Sehr saftig und ebenfalls essbar ist das Zentrum des jungen Stammes der Kokospalme. Der Blutungssaft der Blütenstände (Toddy) ist ebenso wie der einiger anderer Palmenarten in tropischen Ländern als Getränk beliebt. Er wird entweder unvergoren genossen oder vergoren als Palmwein, der wiederum zu Arrak destilliert werden kann.

Die getrockneten Blätter der Kokospalme werden als Stroh benutzt, aus den Fiederblättchen werden Matten, Wandschirme und Körbe geflochten. Die Coir genannten Kokosfasern werden zu Tauen und Matten verarbeitet und dienen auch als Ersatz für Torf im Gartenkompost.

Systematische Einordnung: Die Kokospalme heißt botanisch Cocos nucifera. Sie gehört zur Familie Arecaceae.