Malta
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Malta
2. Land

Die Inselgruppe markiert den Rest einer früheren Landverbindung zwischen Europa und Afrika. Die Topographie der Inseln zeichnet sich durch ein verhältnismäßig niedriges Höhenniveau aus; die höchste Erhebung liegt 253 Meter über dem Meeresspiegel im Südwesten der Hauptinsel Malta. Aufgrund des anstehenden Kalkgesteins sind Karsterscheinungen weit verbreitet. Wegen der Wasserlöslichkeit dieses Gesteins gibt es kaum oberirdische Gewässer.

In Malta herrscht ausgesprochenes Mittelmeerklima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar bei 11 °C, im Juli bei 25 °C. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt etwa 560 Millimeter; der überwiegende Teil des Niederschlags fällt im Winter.

Die knappen Wasserressourcen entwickeln sich vor allem aufgrund des zunehmenden Tourismus zu einem immer drängenderen Problem. Durch kostspielige Meerwasserentsalzungsanlagen wird dem Problem mittlerweile entgegengewirkt; die Versuche, über die Preispolitik den Wasserverbrauch etwa in Landwirtschaft und Industrie zu beschränken, erwiesen sich allerdings als erfolglos.

Die unter den trockenen Bedingungen vorherrschende Vegetationsform ist die Garigue (siehe Macchie). Diese ursprüngliche Vegetation ist jedoch weitgehend den von Menschen eingeführten Pflanzen gewichen. Dazu gehören Aleppokiefern, Johannisbrotbäume, Ölbäume, Feigenkakteen und Agaven. Die relativ artenarme Tierwelt umfasst u. a. Kaninchen, Nagetiere, Fledermäuse, Marder und Eidechsen. Die früher artenreiche Vogelwelt wurde durch Jagd stark dezimiert. Selbst die Blaumerle, der Nationalvogel, ist mittlerweile vom Aussterben bedroht.