Litauen
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Litauen
3. Bevölkerung

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 3,63 Millionen (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 55 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Wachstumsrate der Bevölkerung beträgt -0,28 Prozent. Über 80 Prozent der Bevölkerung sind Litauer. Die Amtssprache ist Litauisch, das zum baltischen Zweig der indogermanischen Sprachen gehört und mit dem Lettischen verwandt ist. Aufgrund der fünf Jahrzehnte dauernden Zugehörigkeit zur Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken sprechen viele Litauer Russisch. In den ersten Jahren nach Auflösung der UdSSR 1991 stieg der Anteil der Litauer, weil viele von ihnen aus anderen Teilen der UdSSR und dem Ausland in das Land zurückkehrten, während ethnische Minderheiten, besonders Slawen, Litauen in großer Zahl verließen. Etwa 9 Prozent der Bevölkerung sind Russen und 7 Prozent Polen; weitere Minderheiten sind Ukrainer, Juden und Weißrussen. Der römisch-katholische Glaube ist die vorherrschende Religion der Litauer, aber auch andere christliche Glaubensrichtungen werden im Land praktiziert.

Feiertage in Litauen sind Neujahr (1. Januar), der Nationalfeiertag (Tag der Wiederherstellung des Litauischen Staates, 16. Februar), Muttertag (erster Sonntag im Mai), Ostern, der Jahrestag der Krönung des Großherzogs Mindaugas von Litauen (6. Juli), der Tag der Hoffnung und der Trauer (Allerheiligen, 1. November) und Weihnachten (25.-26. Dezember). Während des ganzen Jahres gibt es noch viele örtliche Feste.

67 Prozent der Bevölkerung leben in städtischen Siedlungen (2005). Die Hauptstadt Wilna ist die größte Stadt Litauens (553 000 Einwohner), es folgen Kaunas (369 000) und Memel (Klaipėda, 190 000) mit seinem großen Seehafen. Die Lebenserwartung der Bevölkerung liegt bei 74,7 Jahren (2008). In vielen Teilen des Landes ist die medizinische Versorgung noch unzureichend; vor allem die Krankenhäuser sind nicht genügend ausgestattet. Das staatliche Gesundheitswesen soll teilweise privatisiert werden. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,3 Prozent (2005). 253 Einwohner kommen auf einen Arzt. Die Kindersterblichkeitsrate beträgt etwa 2 Prozent (1995). Das Bildungswesen ist sehr gut ausgebaut; der Alphabetisierungsgrad beträgt 99,6 Prozent. Zu den bedeutendsten Hochschulen im Land gehört die 1579 gegründete Universität in Wilna.