Legierung
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Legierung
3. Eigenschaften

Die Eigenschaften von Legierungen unterscheiden sich häufig sehr stark von denen ihrer Bestandteile. Eigenschaften wie Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit können bei Legierungen erheblich größer sein als bei irgendeinem einzelnen Metall. Aus diesem Grund werden Legierungen häufiger verwendet als reine Metalle. Beispielsweise ist gewöhnlicher Stahl (in einfachster Form eine Mischung aus Eisen und Kohlenstoff) fester und härter als Schmiedeeisen (fast reines Eisen). Legierte Stähle, also Mischungen aus Stahl mit Metallen wie Chrom, Mangan, Molybdän, Nickel, Wolfram und Vanadium, sind fester, härter und meist auch korrosionsbeständiger als Eisen oder gewöhnlicher Stahl. Legierungen mit hohem Schmelzpunkt enthalten u. a. hitzebeständige Metalle wie Tantal, Niob, Wolfram, Cobalt und Nickel. Diese kommen beispielsweise in Heizleitern zum Einsatz. Im Gegensatz dazu nutzt man Schmelzlegierungen (niedriger Schmelzpunkt) für Heizbäder oder in Schmelzsicherungen. So genannte Federlegierungen besitzen elastische Eigenschaften.

Darüber hinaus gibt es eine Vielfalt spezieller Legierungen für unterschiedliche Anwendungen, wie z. B. Niob-Zinn-Legierungen, die man bei extrem niedrigen Temperaturen als Supraleiter einsetzt (Supraleitfähigkeit).