Legierung
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Legierung
4. Herstellung

Früher wurden die meisten Legierungen durch das Mischen von Metallschmelzen hergestellt. Seit einiger Zeit spielt die Pulvermetallurgie eine große Rolle bei der Herstellung von Legierungen mit bestimmten Eigenschaften. Bei diesem Verfahren werden trockene Pulver der Ausgangsmaterialien unter hohem Druck verdichtet und dann bis knapp unter den Schmelzpunkt erhitzt. Auf diese Weise lässt sich eine feste, homogene Legierung erzeugen. Mit Hilfe der Pulvermetallurgie kann man u. a. auch keramische Materialien gewinnen (Siehe auch Keramik). Diese Produkte aus Metall und Kohlenstoff (Carbide), Bor (Boride), Sauerstoff (Oxide), Silicium (Silicide) oder Stickstoff (Nitride) verbinden die Vorteile der Festigkeit bei hohen Temperaturen, der Stabilität und der Oxidationsbeständigkeit der keramischen Verbindung mit der Stoßfestigkeit des Metalls.

Eine andere Legierungstechnik wurde von einem Verfahren für die Herstellung von Computerchips abgeleitet. Dabei werden ausgewählte Metalle in einer Vakuumkammer (Vakuumtechnik) mit Ionenstrahlen (z. B. Kohlenstoff- oder Stickstoffionen) behandelt. Dadurch entsteht eine feste, dünne Legierungsschicht auf der Metalloberfläche. So lässt sich z. B. aus Titan mit Stickstoffionen eine hochwertige Legierung für prothetische Implantate erzeugen.

Sterlingsilber, Weißgold und Platin-Iridium sind Beispiele für Edelmetalllegierungen. Legierungen aus Quecksilber und anderen Metallen (z. B. Silber) werden als Amalgame bezeichnet. Andere Legierungen weniger wertvoller Metalle sind u. a. Babbitt-Metall, Messing, Bronze und Lötmetall.