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Kaaba, Zentralheiligtum des Islam, würfelförmiges, aus einem Raum bestehendes Steingebäude in Mekka (Saudi-Arabien). Nach der islamischen Überlieferung war die Kaaba schon im vorislamischen Arabien ein Wallfahrtsort und wichtigstes Heiligtum (arabisch haram). Nach islamischer Überlieferung wurde sie von den Propheten Ibrahim (Abraham) und Ismail (Ismael) erbaut, als deren Nachkommen sich die Araber betrachten. Zu der jährlichen „großen” Pilgerfahrt (Hadsch), einer der fünf Säulen des Islam, gehört auch ein Besuch der Kaaba; dieser findet während der ersten zehn Tage des Dhu al-Hijja statt, des letzten Mondmonats des islamischen Kalenders. Der schwarze Stein, der sich an der Außenwand der südöstlichen Ecke befindet, wird von allen Pilgern ehrfurchtsvoll geküsst.
Für die Muslime ist die Kaaba das „Haus Gottes”, wo das Göttliche das Weltliche berührt. Sie wird jährlich gewaschen und mit einer dicken schwarzen Brokatdecke behängt. Die Kaaba ist seit der Zeit Mohammeds beträchtlich erweitert worden: Der Hof einer Moschee wurde um sie herumgebaut, und sie erhielt ein Tor aus reinem Gold.