Guatemala
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Guatemala
2. Land

Fast zwei Drittel Guatemalas werden von Gebirgen eingenommen, wovon der Großteil vulkanischen Ursprungs ist. Im Süden liegt die Sierra Madre, die das Land in Ost-West-Richtung durchzieht. Sie teilt Guatemala in zwei Naturräume unterschiedlicher Größe. Das relativ schmale, sehr fruchtbare und dicht besiedelte Pazifiktiefland wird ausreichend mit Wasser versorgt. Die dünn besiedelte nördliche Senke, besonders das weitläufige Gebiet um den Petén-Itzá-See (bei der Stadt Flores), wird von Weideland und tropischem Regenwald bedeckt.

In der Zone entlang dem südlichen Vulkangürtel kommt es häufig zu Erdbeben, bei denen schon zahlreiche Städte zerstört worden sind. Die meisten der 33 Vulkane sind erloschen. Nur drei gelten als aktiv, darunter auch der an der mexikanischen Grenze gelegene Tacaná. Der Vulkan Tajumulco im Südwesten ist mit 4 220 Metern die höchste Erhebung des Landes.

1. Flüsse und Seen

Zu den längsten Flüssen Guatemalas gehören der Usumacinta, der zusammen mit seinen Nebenflüssen teilweise die Grenze zu Mexiko bildet, sowie der Chixoy, der Motagua und der Sarstún, der die Südgrenze von Belize markiert. Unter den Seen ist der Atitlánsee bemerkenswert, der am Fuß des Vulkanes Atitlán liegt, sowie der Itzabalsee im Osten in der Nähe von Puerto Barrios.

2. Klima

Guatemala verfügt über ein tropisches Klima, das je nach Höhenlage stark variiert. Im Bereich zwischen etwa 900 und 2 400 Metern, wo die höchste Bevölkerungsdichte herrscht, sind die Tage ganzjährig warm und die Nächte kühl. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt dort bei etwa 20 °C. In den Küstenregionen ist das Klima wärmer und feuchter, hier herrschen jährliche Durchschnittstemperaturen von 25 bis 30 °C. Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober. Die Niederschlagsmenge wird vom Nordostpassat bestimmt. Im Norden beträgt der mittlere Jahresniederschlag zwischen 1 500 und 2 500 Millimetern. In Guatemala-Stadt, im Süden des Landes, werden jährlich etwa 1 300 Millimeter erreicht.

3. Flora und Fauna

Die Tiefebenen werden größtenteils von artenreichem, immergrünem tropischem Regenwald bedeckt. An einigen trockeneren Stellen befinden sich jedoch auch ausgedehnte Kiefernwälder. In den Gebirgsregionen gibt es in den niedrigeren Höhenlagen vorwiegend Eichenwälder, die dann ab ungefähr 2 100 Metern in Kiefernwälder übergehen. Im ganzen Land wachsen zahllose Orchideen.

Rotwild, Affen und Pekaris sind besonders in den wenig besiedelten Tiefebenen weit verbreitet. In wesentlich geringerer Anzahl treten Jaguare, Tapire und Pumas auf. In einigen Flüssen leben Beulenkrokodile. Die Artenvielfalt der Vögel ist außerordentlich groß, es gibt 458 Arten (2000). Zu den bekanntesten Beispielen gehören die Kardinäle und der Quetzal – ein Vogel mit einem schillernden, bunten Gefieder, der zugleich Wappentier Guatemalas ist.