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Karl der Kühne (von Burgund)

Karl der Kühne (von Burgund), (1433-1477), letzter Herzog von Burgund (1467-1477).

Karl wurde am 10. November 1433 als Sohn Herzog Philipps des Guten von Burgund und der Isabella von Portugal in Dijon geboren. 1467 trat er die Nachfolge seines Vaters an; sein Herrschaftsbereich umfasste die Niederlande, das Herzogtum Burgund und die Freigrafschaft Burgund. 1468 heiratete Karl seine dritte Frau, Margarete von York, und ging mit ihrem Bruder Eduard IV. von England ein Bündnis ein. Karls Ziel war es, zwischen Burgund und den Niederlanden eine territoriale Verbindung zu schaffen und ein einheitliches, unabhängiges Königreich Burgund zu errichten, weshalb er immer wieder Krieg gegen Ludwig XI. von Frankreich führte. 1474 besetzte er Lothringen. Im März 1475 marschierte er in der Schweiz ein und wurde bei Grandson besiegt; drei Monate später erlitt er bei Murten eine noch schwerere Niederlage. Dennoch lehnte Karl jegliche Friedensverhandlungen ab und begann im Oktober 1476 mit der Belagerung von Nancy. Am 5. Januar 1477 fiel er vor Nancy. Seine Tochter und Erbin Maria von Burgund verlor einen Teil des burgundischen Besitzes an Frankreich; der Großteil ihres Erbes ging durch ihre Heirat mit dem späteren Kaiser Maximilian I. in habsburgischen Besitz über.