Rom
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Rom
3. Stadtbild

Der Überlieferung zufolge wurde Rom 753 v. Chr. auf einem der sieben Hügel, dem Palatin, gegründet. Archäologische Funde lassen jedoch darauf schließen, dass es hier bereits 1000 v. Chr. menschliche Ansiedlungen gab. Lange Zeit war der Kapitol-Hügel Sitz der römischen Regierung, und auf dem Palatin befanden sich Bauwerke wie der Palast der Flavier, der von dem römischen Kaiser Domitian erbaut wurde. Neben Palatin und Kapitol zählen Quirinal, Viminal, Esquilin, Caelius und Aventin zu den sieben Hügeln Roms; weitere römische Hügel neben diesen sieben „klassischen” sind der Monte Pincio und der Janiculo.

Heute kann man Rom in zwei Bereiche unterteilen. Die Innenstadt befindet sich innerhalb der teilweise heute noch erhaltenen Aurelianischen Mauer, die Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurde. Außerhalb der Mauer breitet sich die äußere Stadt mit zahlreichen Vororten aus. Das historische Zentrum ist fast ausschließlich östlich (links) des Tiber gelegen. In diesem Stadtviertel konzentrieren sich die meisten der Baudenkmäler, die von der vergangenen Größe Roms zeugen.

Die Anlage der Straßen spiegelt die lange und wechselvolle Geschichte der Stadt wider. Die Via del Corso durchquert den größten Teil des historischen Zentrums von der Piazza Venezia, dem geographischen Mittelpunkt Roms, bis zur Piazza del Popolo am Fuße des Monte Pincio. Sie wurde im Mittelalter als Rennbahn benutzt. Die Südseite der Piazza Venezia dominiert das von 1895 bis 1911 erbaute monumentale Denkmal für Viktor Emanuel II., den ersten König des vereinigten Italien. Auf dem Monte Pincio, nördlich des Zentrums, erstrecken sich die reizvollen Pincio-Gärten, eine der ausgedehntesten Grünanlagen der Stadt.