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| 4. | Geschichte |
An der Stelle der heutigen Stadt befand sich im 1. Jahrhundert v. Chr. eine Siedlung germanischer Ubier, nach denen sie den Namen Oppidum Ubiorum erhielt. 50 n. Chr. gründete der römische Kaiser Claudius I. hier eine Kolonie. Er benannte sie nach seiner Frau Agrippina Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Die Kolonie wuchs und entwickelte sich unter römischer Herrschaft, später unter den Franken, die die Stadt 455 einnahmen. Das Bistum Köln wurde 313 gegründet, 785 erhob Karl der Große es zum Erzbistum. 1248 legte man den Grundstein zum Bau des Kölner Domes. Der Erzbischof von Köln war seit dem Hochmittelalter (formell festgeschrieben in der Goldenen Bulle von 1356) einer der Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches.
1388 erfolgte die Gründung der Universität zu Köln, einer der ältesten in Deutschland. Köln war ein wichtiges Mitglied der Hanse. Während der Französischen Revolution wurde die Stadt 1794 von Franzosen besetzt. Auf der Grundlage des Vertrags von Lunéville (1801) säkularisierten sie das Erzbistum und schlossen die Stadt Frankreich an.
1815 wurde auf dem Wiener Kongress das Rheinland – und damit auch Köln – Preußen zugesprochen. In der Folgezeit wurde die Stadt festungsartig ausgebaut und entwickelte sich auch dank der Rheinschifffahrt zu einer Handelsmetropole. Während des 2. Weltkrieges war Köln schweren Luftangriffen ausgesetzt. Mehr als 90 Prozent der Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Stadt wieder zu einem der bedeutendsten Wirtschafts- und Kulturzentren in Deuschland.
Gefährlich für die am linken Rheinufer gelegene Altstadt sind die häufigen Überflutungen, die sich trotz umfangreicher Schutzvorrichtungen immer wieder ereignen. Ein besonders schweres Hochwasser richtete 1993 im Stadtzentrum großen Schaden an. 1998 wurde der Kölner Dom offiziell in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Die Einwohnerzahl von Köln beträgt rund 970 000 (2005).