| Sibirien | Artikelansicht | ||||
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| 2. | Land |
Der westliche Teil zwischen Uralgebirge und Jenissej wird als das Westsibirische Tiefland bezeichnet und besteht zu großen Teilen aus Sumpfland. Zwischen Jenissej und Lena befindet sich das Mittelsibirische Bergland mit Erhebungen von 300 bis 1 200 Meter Höhe. Im Osten erstreckt sich eine ausgeprägte Gebirgslandschaft. Die sich aus dem Jablonowyjgebirge und dem Stanowoigebirge zusammensetzende Gebirgskette zieht sich von der chinesischen Grenze bis zum Ochotskischen Meer. Im Südwesten erheben sich die Berge des Sajan und Altai. Im Nordosten erstreckt sich über die gesamte Kamtschatka-Halbinsel eine Kette von Vulkanen, von denen einige noch aktiv sind.
| 1. | Flüsse und Seen |
Die größten Flüsse, die Sibirien wie ein Netz durchziehen, sind Ob, Irtysch, Jenissej, Lena und Kolyma. Sie fließen alle im Norden in das Polarmeer und sind mehrere Monate im Jahr zugefroren. Allerdings wird diese Phase mit zunehmendem Auftauen des Dauerfrostbodens immer kürzer. Als einziger der großen Flüsse mündet der Amur im Osten in den Pazifik. Der tiefste See der Welt, der Baikalsee, ist zugleich der größte Süßwassersee Asiens.
| 2. | Klima |
In Sibirien herrscht ein extremes Kontinentalklima mit langen kalten Wintern und kurzen heißen Sommern. In Werchojansk liegt die mittlere Januartemperatur bei -48,9 °C, doch wurde hier auch schon ein Extremwert von -67,8 °C gemessen. Im Juli beträgt die mittlere Temperatur 15 °C, der höchste gemessene Werte liegt bei 35 °C. Die Stadt verzeichnete damit eine maximale jährliche Temperaturschwankung von 102,8 °C; dieser Wert wurde bisher an keiner anderen Messstation der Erde übertroffen. Außer an der Pazifikküste gibt es in Sibirien nur wenig Niederschlag.
| 3. | Flora und Fauna |
Die nordsibirische Tundra erstreckt sich vom Polarmeer 400 Kilometer nach Süden. Die Oberfläche dieser baumlosen und sumpfigen Vegetationszone mit ständig bis in große Tiefen gefrorenem Boden taut lediglich im Sommer soweit auf, dass kurzlebige Vegetation (Moose, Flechten und kleine Sträucher) gedeihen kann. Im Süden grenzt die Tundra an die Taiga, ein riesiges Nadelwaldgebiet. Die am weitesten verbreiteten Bäume sind Lärchen, Kiefern, sibirische Zedern und Tannen. Den südlichen Rand der Taiga bildet ein Waldgürtel aus Misch- und Laubwald mit Birken, Weiden und Pappeln.
Sibirien ist der größte Pelzproduzent der Welt. Zu den häufig vorkommenden Säugetieren zählen Füchse, Ottern, Wölfe, Hasen, Elche, Rentiere, Polar- und Braunbären, Zobel, Robben und Walrösser. Leoparden, Tiger und Antilopen sind vor allem entlang des Amur anzutreffen.