Suchansicht Kilimanjaro

Wenn Sie nach einem bestimmten Wort, Namen bzw. Thema in diesem Artikel suchen möchten, wählen Sie in Ihrem Browser die entsprechende Option für Suche innerhalb der Seite. Im Internet Explorer finden Sie diese Option im Menü Bearbeiten.

Bei der Suche wird genau das Wort bzw. die Phrase berücksichtigt, das (die) Sie eingegeben haben. Sollte die Suche keine Ergebnisse zeitigen, versuchen Sie, nach einem Schlüsselwort in Ihrem Thema zu suchen bzw. die Schreibung des betreffenden Wortes oder Namens zu überprüfen.

Kilimanjaro
1. Einleitung

Kilimanjaro (Kilimandscharo), höchstes Bergmassiv Afrikas, im Nordosten Tansanias, in der Nähe der Grenze zu Kenia gelegen. Der Kilimanjaro erstreckt sich im Bereich des Ostafrikanischen Grabensystems. 1889 bestiegen der Deutsche Hans Meyer und der Österreicher Ludwig Purtscheller den Berg erstmals.

Der Kilimanjaro ist aus drei Vulkanen zusammengewachsen: dem 5 895 Meter hohen Kibo (Uhuru Peak), dem 5 149 Meter hohen Mawensi und dem 4 000 Meter hohen Shira. Der zentrale Krater des Kibo hat einen Durchmesser von zwei Kilometern und eine Tiefe von 300 Metern. Seit seinem letzten Ausbruch im Jahr 1700 zeigt er leichte vulkanische Aktivität in Form von Fumarolen.

2. Klima

Wegen seiner großen Höhe finden sich am Kilimanjaro verschiedene Klimate, die sich durch die Abnahme der Temperatur vom Fuß bis zu den Gipfeln auszeichnen. Bis in Höhen von rund 3 000 Metern herrscht feucht-heißes Klima mit intensiver Wolken- und Nebelbildung. In den höchsten Lagen liegen die Temperaturen häufig unter dem Gefrierpunkt. Es gibt zwei Regenzeiten, die von März bis Mai und von Oktober bis Dezember dauern.

3. Vegetation und Landnutzung

Entsprechend der Klimate weist der Kilimanjaro ausgeprägte Stufen der Vegetation und der Bodennutzung auf. An seinem Fuß ist die Trockensavanne verbreitet. Wegen des geringen Niederschlags müssen die dortigen Zuckerrohr- und Sisalplantagen bewässert werden. Bis in eine Höhe von rund 1 300 Metern schließen sich Felder mit Getreide (u. a. Hirse, Mais und Weizen), Baumwolle und Bohnen an. Kaffee und Bananen sind die wichtigsten Anbauprodukte im Bereich der darauf folgenden Feuchtsavanne, die bis circa 1 800 Meter reicht. Daran schließt bis etwa 3 000 Meter eine von Nebelwald geprägte Zone an, in der die Bäume als Brenn- und Bauholz genutzt werden. Der Bereich bis 4 000 Meter wird von hohen Gräsern und Heidelandschaften eingenommen. Darüber breitet sich eine Fels- und Schuttzone aus, in der alpine Pflanzen in lockeren Beständen gedeihen.

Die Vegetation am gesamten Berg ist durch Besiedlung, Tourismus, kommerziellen Holzeinschlag und zunehmende Erosion gefährdet. Aus diesem Grund riefen die Vereinten Nationen 2001 mit dem UN-Entwicklungsprogramm und der United Nations Foundation eine Initiative zum Schutz der artenreichen Pflanzenwelt ins Leben. Bereits 1968 war auf einer 756 Quadratkilometer großen Fläche, die auch die Gipfelregionen von Kibo und Mawensi einschließt, der Nationalpark Kilimanjaro eingerichtet worden. Dieses Schutzgebiet ist seit 1987 Weltnaturerbe der UNESCO.

4. Gletscher

Die Gipfelregion des Kibo ist von Schnee und Eis bedeckt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts büßten die Gletscher jedoch mehr als 80 Prozent ihrer Fläche ein. 1912 gab es noch rund elf Quadratkilometer Gletscher, zu Beginn des 21. Jahrhunderts war ihre Fläche auf etwa zwei Quadratkilometer zurückgegangen. Nach neuesten Klimamodellen könnten die Gletscher bis 2015 verschwunden sein. In Teilen von Tansania führte der Rückgang der Eismassen bereits zu Wasserknappheit.