| Ankara | Artikelansicht | ||||
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| 3. | Stadtbild und Kultur |
Die verwinkelten, engen Gassen der orientalischen Altstadt Ankaras winden sich um einen steilen, von der Zitadelle (7. Jahrhundert) gekrönten Felskegel. Südlich der Altstadt erstreckt sich die Neustadt (Yenişehir) mit ihren breiten Boulevards. Hier befinden sich neben modernen Wohnvierteln auch viele Regierungsgebäude und Botschaften. Die etwa fünf Kilometer lange Prachtstraße Atatürk Bulvarı verbindet die Altstadt mit der Neustadt; der Boulevard ist die wichtigste Geschäftsstraße und zentrale Verkehrsader der Stadt. Vor allem in den nördlichen und östlichen Randbezirken Ankaras entstanden in den vergangenen Jahrzehnten einige Gecekondu genannte Wohnviertel; in ihnen leben viele aus ländlichen Regionen Anatoliens zugewanderte Menschen in einfachen Behausungen.
Zu den bekanntesten Bauwerken gehören die von einem doppelten Mauerring umgebene Zitadelle, das als Wahrzeichen der Stadt geltende Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk (Anıtkabir; 1953 fertig gestellt), einige Bauwerke aus der Zeit römischer Herrschaft wie der Augustus-Tempel (1. Jahrhundert v. Chr.) und die Caracalla-Thermen (3. Jahrhundert) sowie mehrere Moscheen wie Arslanhane Camii (13. Jahrhundert) und Ahi Elvan Camii (13. Jahrhundert).
Ankara ist Sitz von drei Universitäten (1946, 1967 und 1982) und einer Technischen Universität (1956). Neben dem Opernhaus, der Nationalbibliothek, dem Ethnologischen Museum und dem Naturhistorischen Museum zählen auch das Archäologische Museum mit der weltweit größten Sammlung hethitischer Kunst, das Museum des Befreiungskrieges und das Museum der Republik zu den wichtigsten Kulturstätten.