Ankara
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Ankara
4. Geschichte

Das Gebiet des heutigen Ankara war bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. von Hethitern besiedelt. Am Kreuzungspunkt bedeutender Karawanenstraßen entwickelte sich eine Stadt, die zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. Hauptort der keltischen Tektosagen, eines Stammes der Galater, war. Im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. wechselte die Herrschaft über die Stadt, die nun unter dem Namen Ankyra bekannt war, nacheinander von Rom über Pergamon zu Pontus und 74 v. Chr. wieder zu Rom. Unter Kaiser Augustus (griechisch: Sebastos) wurde sie unter dem Namen Sebaste Tectosagum 25 v. Chr. Hauptstadt der römischen Provinz Galatia. Ab Mitte des 7. Jahrhunderts litt die Stadt wiederholt unter Einfällen von Arabern, im 13. Jahrhundert wurde sie von Seldschuken erobert, und unter die Herrschaft der Osmanen geriet sie 1361. In den folgenden Jahrhunderten profitierte die Stadt wirtschaftlich von ihrer Lage am Schnittpunkt wichtiger Handelsrouten.

Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches wählte Mustafa Kemal Atatürk 1919 die Stadt als Zentrum seiner nationalen Bewegung. 1923 wurde Ankara wegen seiner zentralen Lage Hauptstadt der neu gegründeten Republik Türkei und löste Istanbul als Regierungssitz ab. Zu jener Zeit hatte Ankara lediglich 30 000 Einwohner. In den folgenden Jahrzehnten erlebte die Stadt ein rasantes Wachstum und entwickelte sich durch intensive Bautätigkeit und staatlich geförderte Ansiedlung zahlreicher Unternehmen zu einer Metropole.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 3,43 Millionen (2003).