Adoleszenz
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Adoleszenz
2. Körperliche Entwicklung

Mit dem Beginn der körperlichen Reifung treten tief greifende Veränderungen des Körperbaues und anderer Merkmale ein. Die Schilddrüse sorgt in dieser Phase für eine verstärkte Hormonproduktion; dies hat vielfältige physiologische Auswirkungen. Das Wachstumshormon verursacht einen Wachstumsschub, so dass der Körper innerhalb von ungefähr zwei Jahren fast seine endgültige Größe erreicht. Bei Mädchen setzt dieser Entwicklungsschub früher ein als bei Jungen, so dass auch die sexuelle Reifung bei Mädchen früher abgeschlossen ist. Die Geschlechtsreife zeigt sich bei Mädchen durch den Beginn der Menstruation und bei Jungen an der Produktion von Samenflüssigkeit (siehe Sperma). Die wichtigsten Hormone, die diese Veränderungen in Gang setzen, sind beim männlichen Geschlecht die Androgene und beim weiblichen das Östrogen. Dieselben Substanzen sorgen auch dafür, dass sich die sekundären Geschlechtsmerkmale ausbilden: bei Jungen Gesichts-, Körper- und Schambehaarung sowie eine tiefere Stimme, bei Mädchen Schambehaarung, Brust und breitere Hüften. In Verbindung mit den körperlichen Veränderungen tritt auch ein geistig-emotionaler Wandel ein; manchen Studien zufolge verläuft diese seelische Anpassung bei Jugendlichen, die früh heranreifen, problemloser als bei ihren Altersgenossen, deren Reife später einsetzt.