| Indus- oder Harappakultur | Artikelansicht | ||||
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| 2. | Merkmale |
Die Ausgrabungen legten Siedlungen mit Häusern aus Lehmziegeln frei, die durch ein rechtwinkliges Straßennetz verbunden sind. Alle Städte, wie z. B. Mohenjo-Daro und Harappa, weisen einen einheitlichen Bauplan mit einer Zitadelle und Entwässerungssystemen auf. Die Häuser sind groß und besitzen Innenhöfe. Manche davon waren Getreidespeicher, Bäder oder Versammlungsräume.
Die Fundstücke im Industal zeugen von großer Spezialisierung der einzelnen Handwerke. Die Töpferwaren besitzen schwarze Muster auf rotem Grund, man fand Keramikspielzeug und -figurinen, geschliffene Karneolperlen, Metallornamente und -werkzeuge (aus Bronze, Silber und Gold) sowie Siegelstempel mit einer noch nicht entzifferten Hieroglyphenschrift. Leider konnte bisher nicht geklärt werden, wie die Gesellschaft dieser komplexen Kultur strukturiert war.
Um 2000 v. Chr. führten ökologische Veränderungen – vermutlich Überschwemmungen – zum Verlassen vieler Siedlungen und zu Änderungen der wesentlichen Kulturmerkmale. Die Siedlungen der späteren Induskultur sind vor allem durch kleine Dörfer geprägt. Die dort gefundenen Gebrauchsgegenstände ähneln im Stil früheren Arten, zeigen aber größere regionale Unterschiede.