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| 3. | Die Punischen Kriege |
Bedeutendste Persönlichkeit im 1. Punischen Krieg (264 bis 241 v. Chr.) war auf römischer Seite Regulus, auf karthagischer Seite General Hamilkar Barkas, der nach seiner Niederlage in Sizilien in Südspanien einfiel, um die dortigen reichen Erzvorkommen in seine Hand zu bekommen. Sein Schwiegersohn Hasdrubal und sein Sohn Hannibal führten seine Eroberungszüge fort. Nach dem römischen Seesieg 241 v. Chr. trat Karthago seine Gebiete auf Sizilien an Rom ab, später auch Sardinien und Korsika. Darüber hinaus wurde Karthago zur Zahlung von harten Tributen verpflichtet und musste alle Handelsbeschränkungen für Rom außer Kraft setzen. Der so genannte Ebrovertrag legte diesen Fluss als Grenze zwischen den Einflussgebieten Roms und Karthagos fest.
Nachdem Karthago 219 v. Chr. das mit Rom verbündete Sagunt zerstört hatte, erklärten die Römer Karthago den 2. Punischen Krieg (218-201 v. Chr.), in dessen Verlauf Hannibal von Spanien Richtung Osten entlang der Nordküste des Mittelmeeres marschierte und die Alpen nach Italien überquerte. Die Karthager konnten Rom schwere Niederlagen (so in der Schlacht von Cannae) beibringen, doch die Mittel reichten nicht aus, um die Römer nachhaltig in die Knie zu zwingen. Nach Hannibals endgültiger Niederlage durch Scipio Africanus den Älteren in der Schlacht bei Zama verlor Karthago das reiche Spanien und alle anderen außerafrikanischen Besitzungen. Darüber hinaus musste Karthago seine Kriegsflotte an Rom ausliefern und 50 Jahre lang Tribute zahlen. Der Sieg verschaffte Rom enorme materielle Mittel, die zum Teil für die weitere Expansion genutzt wurden. Er bestätigte die Hegemonie Roms über ganz Italien und führte zu einem enormen Aufschwung des Handels. Im 3. Punischen Krieg (149-146 v. Chr.) machten die Römer unter Scipio Africanus dem Jüngeren die Stadt Karthago dem Erdboden gleich, wie es der konservative römische Staatsmann Cato der Ältere, der selbst gegen Hannibal gekämpft hatte, immer wieder gefordert hatte. Überlebende wurden zu Sklaven gemacht. Damit verschwand eine der bedeutendsten Handelsmächte der Antike von der welthistorischen Bühne.