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Ligurien

Ligurien (italienisch Liguria), Region im Nordwesten Italiens, am Golf von Genua.

Im Süden grenzt Ligurien an das Ligurische Meer, im Westen an Frankreich, im Norden an die Regionen Piemont und Emilia-Romagna, im Osten an die Region Toskana. Verwaltungsmäßig umfasst das Gebiet die vier Provinzen Genua, Imperia, La Spezia und Savona. Zu den bedeutendsten Städten gehören neben Genua, der Hauptstadt der Region, die Hauptstädte der gleichnamigen Provinzen und San Remo.

Der überwiegende Teil Liguriens wird von den Gebirgszügen der Apenninen eingenommen, die an den meisten Stellen bis nahe an das Mittelmeer reichen. Zu den wichtigsten Flüssen gehören Tanaro, Trebbia und Taro. Haupteinnahmequelle ist der Fremdenverkehr entlang der Italienischen Riviera. In der Hafenstadt Genua, einem der bedeutendsten Industriezentren im Norden Italiens, sind u. a. Stahlwerke, Werften und Erdölraffinerien ansässig. Das dünn besiedelte Hinterland ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt; zu den ertragreichsten Agrarprodukten gehören vor allem Oliven und Weintrauben.

Die Region wurde um das 6. Jahrhundert v. Chr. von den Ligurern besiedelt. Nach deren Vertreibung nach Norden wurden Phönizier, Griechen und Karthager im Küstengebiet ansässig, das im 2. Jahrhundert v. Chr. von den Römern erobert wurde. Im Mittelalter fiel das Gebiet an Piemont und die Lombardei, während die Küstenregion Genuas Herrschaft unterstand. Napoleon I. rief 1797 die Ligurische Republik aus, die 1805 im neu gegründeten Königreich Italien aufging. 1815 wurde Ligurien als Herzogtum Genua Teil des Königreichs Sardinien, 1861 wurde es dem Königreich Italien angegliedert. Die heutigen Grenzen der Region wurden nach dem 2. Weltkrieg festgelegt.

Ligurien hat eine Fläche von 5 421 Quadratkilometern, die Einwohnerzahl liegt bei 1,61 Millionen (2007).