Grippe
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Grippe
4. Therapie

Amantadin, ein oral (durch den Mund) verabreichtes Medikament, wird als Vorbeugungsmittel gegen Infektionen mit Grippeviren vom Typ A verwendet. Auch in der Behandlung der ersten Symptome einer Grippeerkrankung, die von diesem Virus verursacht wurde, erzielt das Mittel eine gewisse Wirkung. Amantadin wird bei hoch infektionsgefährdeten Patienten zusätzlich zur Immunisierung eingesetzt. Es hindert die Viren daran, in Zellen einzudringen und ihr Erbmaterial freizusetzen. Zwei weitere Medikamente, Zanamivir und Oseltamivir, die ebenso wie Amantadin bereits in den ersten beiden Krankheitstagen eingesetzt werden müssen, hemmen das Enzym Neuraminidase, auf das Grippeviren (aller Typen) bei ihrer Vermehrung angewiesen sind. Auch Oseltamivir wird zur Prophylaxe (Vorbeugung) verwendet, kann jedoch ebenso wie Amantadin eine Impfung nicht ersetzen. Grundsätzlich ist umstritten, ob antivirale Medikamente überhaupt vorbeugend gegen Grippe eingenommen werden sollten. So zeigte der Einsatz von Oseltamivir bei grippekranken Kleinkindern, dass manche Viren bereits nach viertägiger Behandlung Resistenzen gegen das Medikament entwickelt hatten (Lancet, 2004, 2006). Bei einer sekundären Infektion durch bakterielle Krankheitserreger werden u. a. Antibiotika eingesetzt.