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| 2. | Land |
Die Republik Südafrika hat eine West-Ost-Ausdehnung von etwa 1 700 Kilometern, die Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt circa 1 400 Kilometer. Die rund 3 000 Kilometer lange Küstenlinie wird nur durch wenige Buchten gegliedert.
| 1. | Physische Geographie |
Hinter der überwiegend schmalen Küstenebene erhebt sich die Große Randstufe steil zum zentralen Hochland, das etwa zwei Drittel des Landes einnimmt. Es wird überwiegend aus präkambrischen kristallinen Gesteinen aufgebaut. Diese wurden zum Teil von mächtigen Lagen von Sandstein und Schieferton überdeckt. Das nach Norden allmählich zum Kalaharibecken abfallende Hochland wird von vereinzelten Höhenzügen überragt. Die höchsten Erhebungen des Landes befinden sich im Südosten in den Drakensbergen, die einen Teil der Randstufe markieren. Hier liegt an der Grenze zu Lesotho der Njesuthi, mit 3 446 Metern die höchste Erhebung des Landes.
Innerhalb des Hochlandes lassen sich drei Regionen unterscheiden: das Hochveld, das Buschveld und das Middelveld. Das Hochveld, das den größten Teil des Hochlandes einnimmt, erreicht im Landesinneren mittlere Höhen um 2 000 Meter und ist weitgehend eben. Die nördliche Grenze des Hochvelds markiert der Höhenzug Witwatersrand. Nördlich davon liegt das auch als Transvaalbecken bezeichnete Buschveld. Dieses Gebiet wird von Gebirgskämmen in einzelne Becken unterteilt. Es hat eine mittlere Höhe von etwa 1 200 Metern und fällt nach Westen zum Tal des Flusses Limpopo ab. Der westliche Teil des Hochlandes, das so genannte Middelveld, flacht in Richtung der Westküste zur dort weniger markanten Randstufe ab. Die durchschnittliche Höhe des Middelvelds beträgt rund 900 Meter.
Im Westen und Südwesten des Landes breitet sich die Halbwüste Karroo aus. Eine geographische Besonderheit des Landes ist der südlich von Kapstadt an der Südküste gelegene Tafelberg (1 086 Meter). Die Republik Südafrika umfasst im Nordwesten auch einen Teil der Wüste Kalahari und im Westen einen Abschnitt der Wüste Namib.
| 2. | Flüsse |
Die wichtigsten Flüsse der Republik Südafrika sind der Oranje, der Vaal und der Limpopo. Der Oranje ist der längste Fluss des Landes. Er fließt von Lesotho in Richtung Nordwesten und mündet nach etwa 2 100 Kilometern in den Atlantischen Ozean. Der westlichste Teil des Oranje bildet die Landesgrenze zu Namibia. Der Vaal entspringt im Nordosten des Landes, in der Nähe von Swasiland. Er fließt in südwestlicher Richtung und mündet im Zentrum des Landes in den Oranje. Der Limpopo, dessen Ursprung im Nordosten liegt, fließt nach Nordwesten zur botswanischen Grenze, dann entlang der Grenzen mit Botswana und Simbabwe bis nach Moçambique, wo er in den Indischen Ozean mündet.
Viele der kleineren Flüsse fallen über einen Großteil des Jahres trocken und sind auch bei Wasserführung kaum für die Schifffahrt oder die Stromgewinnung, in begrenztem Maße jedoch für die Bewässerung nutzbar.
| 3. | Klima |
Die Republik Südafrika liegt nahezu vollständig südlich des südlichen Wendekreises im Bereich der warmgemäßigten Subtropen. In den meisten Teilen des Landes herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Maßgeblichen Einfluss üben neben der Höhenlage auch zwei Meeresströmungen aus, der warme Agulhasstrom im Indischen Ozean und der kalte Benguelastrom vor der Westküste. Die mittleren Temperaturen liegen im Juli, im Winter der Südhalbkugel, an der Westküste in Kapstadt bei 12 °C, an der Ostküste in Durban bei 17 °C und im zentralen Hochland in Johannesburg bei 10 °C. Im Januar betragen die mittleren Werte in Kapstadt 21 °C, in Durban 26 °C und in Johannesburg 25 °C.
An der Südspitze herrscht Mittelmeerklima mit Winterregen. In allen anderen Teilen des Landes ist der Sommer (Dezember bis März) die Hauptregenzeit. Die Jahresniederschläge nehmen von Osten nach Westen ab. An der Ostküste bewirken die vom Indischen Ozean wehenden feuchtwarmen Südostpassate Werte von bis zu 1 700 Millimetern, während in den westlichen Landesteilen in trockenen Jahren 100 Millimeter unterschritten werden können. Das Ausbleiben von Niederschlägen führt hier häufig zu Dürren. Der äußerste Südwesten steht unter dem Einfluss von Westwinden, die vom Atlantischen Ozean her kommen. Dieses Gebiet erhält mittlere Jahresniederschläge von etwa 560 Millimetern.
| 4. | Flora |
Die natürliche Vegetation Südafrikas ist je nach Niederschlagsmenge regional sehr unterschiedlich ausgebildet. Das Östliche Niederveld, wo die Niederschläge am höchsten sind, ist von Regenwäldern bedeckt. Im Süden des Landes fällt Winterregen, dieser Zone wird ein eigenes Florenreich zugeordnet: Das Kapländische Florenreich ist das kleinste der weltweit sechs Florenreiche, die aufgrund von Übereinstimmungen in der Flora voneinander abgegrenzt werden. Es umfasst etwa 8 500 Arten; charakteristisch sind u. a. 450 Arten von Glockenheiden. Entlang der Südküste dieser Region gedeihen Wälder. Der größte Teil der Hochebene ist mit Grasland bedeckt, das im Hochveld einer Prärie ähnelt und häufig völlig baumlos ist. Im Grasland des Buschveld wachsen nur vereinzelt Bäume und Büsche. Auf dem Mittelveld, auf dem die Niederschläge sehr gering sind, besteht die Vegetation fast ausschließlich aus derben Wüstengräsern, die nur nach Regenfällen grün werden. Die Große und die Kleine Karroo sind mit trockenem Gestrüpp bewachsen.
| 5. | Fauna |
In Südafrika sind zahlreiche große Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Geparde, Hyänen, Schakale, Wildhunde und Erdwölfe beheimatet; zur Huftierfauna gehören neben Großsäugern wie Elefanten, Nashörnern, Flusspferden und Giraffen auch Zebras, Ducker, Klippspringer, Buschböcke, Spießböcke, Kudus, Impalas und Gazellen. Primaten sind durch Galagos, Meerkatzen und Paviane repräsentiert. Zumindest Großsäuger sind zumeist nur noch in Nationalparks anzutreffen. Der bedeutendste dieser Parks ist der Kruger Nationalpark im Nordosten, der sich entlang der Grenze zu Moçambique erstreckt. Weitere bedeutende Nationalparks sind der Kalahari Gemsbok National Park im Nordwesten, der Addo Elephant National Park bei Port Elizabeth und der Bergzebra (Bergkwagga) Nationalpark bei Cradock. Im Mai 2000 gaben Südafrika und Botswana die Vereinigung des Kalahari Gemsbok National Park und des Gemsbok National bekannt. Der neue Kgalagadi Transfrontier Park ist mit rund 38 000 Quadratkilometern doppelt so groß wie der Kruger Nationalpark. Insgesamt stehen in der Republik Südafrika etwa 5 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz.
Die Avifauna (Vogelwelt) besteht aus etwa 596 Arten, dazu gehören Strauße, Perlhühner, Frankolinhühner, Flughühner, Wachteln, Ibisse, Trappen, Löffler, Flamingos, Mausvögel, Webervögel, Prachtfinken und Sekretäre. Der Steppen bewohnende gefährdete Paradieskranich ist der Nationalvogel Südafrikas. Vor der südafrikanischen Küste wurde 1938 der erste lebende Quastenflosser gefangen. In Südafrika gibt es neben Waranen, Agamen, Geckos, Chamäleons, anderen Echsen und Krokodilen über 100 Schlangenarten.